Umsatz im Mittelstand sinkt

21. Januar 2026
1 min Lesezeit

Umsatz im Mittelstand sinkt

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Lage der KMU in Deutschland

Frankfurt/Main () – Eine mögliche wirtschaftliche Erholung zur Jahreswende ist in den Unternehmen des Mittelstands noch nicht angekommen. Der Umsatz der kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) ist im November um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken, zeigen Daten des Softwarehaues Datev, die die FAZ veröffentlicht.

Der Umsatzindex liegt demnach so niedrig wie zuletzt im Juni. Im vergangenen Jahr insgesamt haben die Umsätze im Mittelstand nahezu stagniert, mit einer leichten Tendenz nach unten.

Das deutliche Umsatzminus im Dezember sät Zweifel an der These, dass kurz vor einer konjunkturellen Wende zum Besseren stehe. Zuletzt hatten mehr Aufträge für die Industrie und eine anziehende Produktion im verarbeitenden Gewerbe diese Wendevermutung gestärkt.

Der Datev-Mittelstandsindikator deutet nun darauf hin, dass die Lage bei weitem noch nicht rosig aussieht. Das hat besonderes Gewicht, weil Datev, der Informationsdienstleister für die steuerverarbeitenden Berufe, für den Indikator direkt auf anonymisierte Umsatzdaten von KMU zurückgreift. Es ist so eine erste Einschätzung der wirtschaftlichen Lage am Jahresende auf Basis harter Wirtschaftsdaten.

Sinkende Umsätze verzeichneten gemäß der Datev-Analyse alle Branchen mit Ausnahme des Baugewerbes. Im Einzelhandel blieb das Weihnachtsgeschäft aus. „2025 war ein verlorenes Jahr für den Mittelstand“, sagte Robert Mayr, der Vorstandsvorsitzende der Datev-Genossenschaft. Vor allem Kleinst- und kleine Unternehmen spürten die andauernde Kaufzurückhaltung, die steigenden Kosten und den strukturellen Wandel.

Die schlechte Lage der KMU spiegelt auch die Entwicklung der Beschäftigung. Der entsprechende Datev-Teilindex fiel in der saisonbereinigten Rechnung um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe und in der Gastronomie ging Beschäftigung verloren. Der Indikator für die Lohnentwicklung zeigt für Dezember einen andauernden Kostendruck für die kleinen und mittleren Unternehmen. Löhne und Gehälter im Mittelstand stiegen um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit stärker als die Inflation.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Euroscheine (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Umsatz der kleinen und mittelgroßen Unternehmen im November um 1,6 Prozent gesunken
  • Umsätze im Mittelstand stagnieren mit leichter Tendenz nach unten
  • Beschäftigungsindex fiel um 0,4 Prozent, Löhne stiegen um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr

Warum ist das wichtig?

  • Hinweis auf anhaltende wirtschaftliche Schwierigkeiten im Mittelstand
  • Sinkende Umsätze deuten auf mangelnde Erholung hin
  • Wichtige Informationen basierend auf anonymisierten, harten Wirtschaftsdaten

Wer ist betroffen?

  • kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU)
  • Kleinst- und kleine Unternehmen
  • Beschäftigte im verarbeitenden Gewerbe und in der Gastronomie

Zahlen/Fakten?

  • Umsatz der KMU im November sank um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat
  • Umsatzindex so niedrig wie zuletzt im Juni
  • Löhne und Gehälter stiegen um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr

Wie geht’s weiter?

  • Weiterhin sinkende Umsätze im Mittelstand erwarten
  • Anhaltende Kaufzurückhaltung und steigende Kosten belasten Unternehmen
  • Beschäftigungsrückgang im verarbeitenden Gewerbe und Gastronomie fortsetzen
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