IG Metall kritisiert Merz-Vorstoß gegen Arbeitszeitgesetz in Sachsen-Anhalt

19. Januar 2026
1 min Lesezeit

IG Metall kritisiert Merz-Vorstoß gegen Arbeitszeitgesetz in Sachsen-Anhalt

Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Debatte über Arbeitszeiten in Halle

Halle (Saale) () – Die IG Metall hat Bundeskanzler Friedrich Merz vorgeworfen, mit seiner Kritik am Arbeitszeitgesetz die eigenen Dankesworte an die Beschäftigten zu entwerten. Der Gewerkschaftsbezirk und -Anhalt teilte mit, Merz habe beim Neujahrsempfang der IHK Halle-Dessau zunächst die Leistung der Arbeitnehmer gewürdigt, um dann eben jenes Gesetz infrage zu stellen, das Gesundheit und Erholung schütze.

Wer Schutzrechte für verzichtbar erkläre, betreibe keine Wirtschaftspolitik, sondern stelle sich ins Abseits, so die Gewerkschaft.

Bezirksleiter Thorsten Gröger wies die pauschale Unterstellung mangelnder Leistungsbereitschaft zurück. Vollzeitbeschäftigte arbeiteten im Schnitt 40,2 Stunden pro Woche, was dem EU-Niveau entspreche.

Die hohe Teilzeitquote sei oft strukturbedingt, etwa durch fehlende Kitaplätze oder Pflegeaufgaben in Familien, und kein Zeichen von Faulheit. Zudem seien im Jahr 2024 rund 1,2 Milliarden Überstunden geleistet worden, von denen über die Hälfte unbezahlt blieb.

Die IG Metall warnte davor, das Arbeitszeitgesetz aufzuweichen.

In Verbindung mit Forderungen nach Karenztagen bei Krankheit entstehe ein Teufelskreis aus Mehrarbeit, häufigeren Erkrankungen und geringeren Leistungen im Krankheitsfall. Flexibilität werde bereits in Tarifverträgen geregelt.

Die Gewerkschaft forderte den sachsen-anhaltischen Wirtschaftsminister Sven Schulze auf, sich klar vor die Schutzregelungen zu stellen und lud ihn zu einem Praktikum im Schichtbetrieb ein.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Friedrich Merz am 14.01.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • IG Metall kritisiert Bundeskanzler Merz für seine Aussagen zum Arbeitszeitgesetz.
  • Merz würdigte zunächst die Arbeitnehmerleistung, stellte dann das Gesetz infrage.
  • Die Gewerkschaft warnt vor dem Aufweichen des Arbeitszeitgesetzes und fordert Unterstützung der Schutzregelungen.

Warum ist das wichtig?

  • Kritik an Merz entwertet Dank an Beschäftigte
  • Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes könnte Gesundheit und Erholung gefährden
  • Hohe Teilzeitquote ist oft strukturell bedingt, nicht Leistungsmangel

Wer ist betroffen?

  • Beschäftigte in Deutschland
  • Gewerkschaft IG Metall
  • Wirtschaftsminister Sven Schulze

Zahlen/Fakten?

  • Vollzeitbeschäftigte arbeiten im Schnitt 40,2 Stunden pro Woche
  • Im Jahr 2024 wurden rund 1,2 Milliarden Überstunden geleistet, über die Hälfte blieb unbezahlt
  • Hohe Teilzeitquote oft strukturbedingt, nicht Zeichen von Faulheit

Wie geht’s weiter?

  • Merz sollte seine Kritik am Arbeitszeitgesetz überdenken
  • Minister Schulze soll sich für die Schutzregelungen einsetzen
  • Einladung zu einem Praktikum im Schichtbetrieb aussprechen
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