Bayern - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitstechnologie in Bayern: Neue Datenplattform
München () – Bayern hat eine neue Plattform für Gesundheitsdaten gestartet, die medizinische Forschung und Patientenversorgung verbessern soll. Die sogenannte Bavarian Health Cloud ermöglicht Wissenschaftlern und der Industrie den Zugang zu Milliarden von Gesundheitsdaten wie Diagnosen, Medikationen und Laborwerten, wie Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) und Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) am Freitag mitteilten.
Die Daten sollen datenschutzkonform, sicher und anschlussfähig an bestehende Strukturen verfügbar gemacht werden.
Blume betonte, Gesundheitsdaten seien ein „unglaublicher Schatz“ mit enormem Innovationspotenzial. Mit der bayernweiten Cloud-Lösung gelangten Daten vom Krankenbett direkt in die Grundlagenforschung oder Medikamentenentwicklung.
Für das Projekt sind rund 25 Millionen Euro Investitionen vorgesehen. Gesundheitsministerin Gerlach erklärte, die Plattform ermögliche eine auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Therapie, was besonders bei komplexen oder seltenen Krankheitsbildern helle.
Die Sicherheit der Daten stehe an oberster Stelle, betonten die Minister.
Die Forschungsdatenplattform stehe unter staatlicher Kontrolle durch eine neu gegründete GmbH in hundertprozentiger Trägerschaft des Freistaats. Zunächst werden Daten der sechs bayerischen Universitätsklinika eingespielt, die jährlich etwa 2,3 Millionen Patienten behandeln.
Später sollen weitere Akteure des Gesundheitswesens folgen. Eine erste funktionsfähige Version soll bis Ende 2026 an den Start gehen.
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