Mehr Überschuldete haben Schulden bei Onlinehändlern

17. November 2025
1 min Lesezeit

Mehr Überschuldete haben Schulden bei Onlinehändlern

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Trends der Überschuldung in Deutschland

() – 29 Prozent der rund 577.400 Personen in , die im Jahr 2024 Hilfe bei einer Schuldnerberatungsstelle suchten, haben Schulden bei Online- und Versandhändlern gehabt. Der Anteil ist in den vergangenen fünf Jahren um zwei Prozentpunkte gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit.

Im Jahr 2019 hatte er noch bei 27 Prozent von insgesamt rund 582.100 beratenen Personen gelegen. Am häufigsten waren die Überschuldeten 2024 bei sonstigen öffentlichen Gläubigern, zum Beispiel den Sozialkassen, verschuldet (Anteil 57 Prozent) sowie bei Telekommunikationsunternehmen (48 Prozent).

Die Verbindlichkeiten, die die überschuldeten Personen bei Gläubigern des Online- und Versandhandels ausstehen hatten, beliefen sich 2024 auf durchschnittlich 644 Euro. Das entsprach allerdings nur zwei Prozent der gesamten durchschnittlichen Schulden aller überschuldeten Personen in Höhe von 32.976 Euro. Im Jahr 2019 hatte die Schuldenlast der beratenen Personen bei Online- und Versandhändlern im Durchschnitt 515 Euro betragen, die gesamten Schulden aller Personen in Beratung machten durchschnittlich 28.244 Euro aus.

Besonders jüngere Überschuldete sind von offenen Verbindlichkeiten bei Online- und Versandhändlern betroffen. Im Jahr 2024 waren 40 Prozent der beratenen 20- bis 24-Jährigen bei Firmen dieser Branche verschuldet. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil kontinuierlich ab: Während bei den 25- bis 34-Jährigen noch 37 Prozent entsprechende Zahlungsrückstände aufwiesen, lag der Anteil bei den 55- bis 64-Jährigen bei 23 Prozent.

Überschuldete Frauen haben in der Regel häufiger und höhere Schulden bei Online- und Versandhändlern. So hatten im Jahr 2024 knapp 36 Prozent der Frauen, die die Hilfe einer Schuldnerberatungsstelle in Anspruch nahmen, Zahlungsrückstände bei Online- und Versandhändlern. Bei den Männern betrug der Anteil 24 Prozent. Auch die durchschnittliche Schuldenlast bei Online- und Versandhändlern lag bei Frauen (834 Euro) deutlich höher als bei Männern (463 Euro).

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frau und Mann am Computer

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • 29 Prozent der Schuldner in Deutschland hatten 2024 Schulden bei Online- und Versandhändlern.
  • Der Anteil stieg in den letzten fünf Jahren um zwei Prozentpunkte.
  • Besonders betroffen sind jüngere Menschen, insbesondere 40 Prozent der 20- bis 24-Jährigen.

Warum ist das wichtig?

  • Anstieg der Überschuldung bei Online- und Versandhändlern zeigt wachsende Problematik im Konsumverhalten.
  • Jüngere Menschen sind besonders betroffen, was langfristige finanzielle Folgen befürchten lässt.
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Verschuldung deuten auf zusätzliche soziale und wirtschaftliche Herausforderungen hin.

Wer ist betroffen?

  • Personen, die 2024 Hilfe bei Schuldnerberatungsstellen suchten
  • Jüngere Überschuldete (20- bis 24-Jährige)
  • Frauen, die Schuldnerberatung in Anspruch nahmen

Zahlen/Fakten?

  • 29 Prozent der 577.400 Personen in Deutschland hatten 2024 Schulden bei Online- und Versandhändlern
  • Durchschnittliche Verbindlichkeiten bei Online- und Versandhandelsgläubigern lagen 2024 bei 644 Euro
  • 36 Prozent der Frauen in Schuldnerberatung hatten Zahlungsrückstände bei Online- und Versandhändlern, im Vergleich zu 24 Prozent der Männer

Wie geht’s weiter?

  • Weiterhin Anstieg der Verschuldung bei Online- und Versandhändlern beobachten
  • Unterstützung für jüngere Menschen und Frauen bei der Schuldnerberatung anpassen
  • Maßnahmen zur Aufklärung über Online-Verschuldung verstärken
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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