Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik in Niedersachsen: Organspende im Fokus
Hannover () – Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD) hat sich erneut für die Einführung einer Widerspruchsregelung bei Organspenden ausgesprochen. Das teilte das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung am Dienstag mit.
Philippi reagierte damit auf die aktuellen Zahlen der Deutschen Stiftung Organtransplantation, die für 2025 einen leichten Anstieg der Spenden verzeichnete.
„Mit der bisher geltenden Zustimmungslösung sind keine Fortschritte erzielt worden, noch immer sind die Wartelisten für ein Organ viel zu lang“, sagte Philippi.
Er verwies auf seine Erfahrungen als Arzt und betonte, dass die Gewissensentscheidung für oder gegen eine Spende niemals gut oder schlecht sei. „Schlecht ist es aber, wenn sich die Menschen erst gar nicht damit befassen und keine Entscheidung fällen“, so der Minister.
Im Jahr 2025 spendeten in Deutschland 985 Menschen nach ihrem Tod Organe, das sind 32 mehr als im Vorjahr.
Dies entspricht 11,8 Spendern pro Million Einwohner und ist der höchste Stand seit 2012. Dennoch reiche die Anzahl der gespendeten Organe nicht aus, um allen Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen. Philippi forderte den Bundestag auf, sich zeitnah mit dem entsprechenden Gesetzesvorschlag des Bundesrates zu befassen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Andreas Philippi (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Gesundheitsminister Andreas Philippi fordert Widerspruchsregelung bei Organspenden.
- 2025 gab es 985 Organspenden in Deutschland, 32 mehr als 2024.
- Wartelisten für Organe bleiben weiterhin lang, trotz gestiegener Spenderzahlen.
Warum ist das wichtig?
- Bedarf an mehr Organspenden zur Reduzierung der Wartelisten
- Widerspruchsregelung könnte zu mehr Entscheidung und Engagement führen
- Aktuelle Zahlen zeigen leichten Anstieg, aber weiterhin unzureichende Spendenrate
Wer ist betroffen?
- Patienten auf Wartelisten für Organe
- Menschen, die sich mit Organspenden befassen müssen
- Bundestag und Gesetzgeber
Zahlen/Fakten?
- 985 Menschen spendeten 2025 nach ihrem Tod Organe, 32 mehr als im Vorjahr
- 11,8 Spender pro Million Einwohner, höchster Stand seit 2012
- Wartelisten für Organe sind nach wie vor zu lang
Wie geht’s weiter?
- Einführung einer Widerspruchsregelung bei Organspenden fordern
- Bundestag soll sich zeitnah mit dem Gesetzesvorschlag des Bundesrates befassen
- Sensibilisierung der Bevölkerung für Entscheidungsfindung zur Organspende fördern
- Arbeitgeberverband verlangt "mehr Bock auf Arbeit" - 27. April 2026
- Kipping kritisiert "Entlastungspaket" für soziale Schieflage - 27. April 2026
- Versorgung von Afghanistan-Ortskräften in Pakistan kostet Millionen - 27. April 2026
