Rheinland-Pfalz - Was ist passiert – was dahinter steckt
Kommunalfinanzen in Kaiserslautern kritisch
Kaiserslautern () – Das Defizit in den Haushalten der Städte und Gemeinden ist im dritten Quartal weiter gewachsen und hat ein Rekordminus erreicht. Das teilte das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ am Montag mit, in dem sich auch finanzschwache Kommunen zusammengeschlossen haben.
Demnach lag das Minus in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres bei 28,3 Milliarden Euro – 2,4 Milliarden Euro mehr als im Vorjahresrekord 2024.
In vier Bundesländern können die Kommunen laut dem Bündnis nicht einmal mehr ihre laufenden Ausgaben decken. Eigenfinanzierte Investitionen oder die Rückzahlung von Liquiditätskrediten seien in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Brandenburg nicht mehr möglich.
Als wesentliche Ursache werden neben schwachen Steuereinnahmen explodierende Sozialausgaben genannt, die allein in den ersten drei Quartalen um vier Milliarden Euro stiegen.
Das Aktionsbündnis fordert als Sofortmaßnahme eine hundertprozentige Übernahme der Kosten der Unterkunft durch den Bund. Sprecher Martin Murrack sagte, Bund und Länder müssten sich stärker an Sozialkosten beteiligen.
Das Bündnis habe in Berlin Signale wahrgenommen, dass der Bund zu einer Hilfe bereit sei. Diese sollte möglichst direkt bei den Kommunen ankommen und nicht erst bei den Ländern.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Rathaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Defizit in den Haushalten der Städte und Gemeinden erreicht Rekordminus von 28,3 Milliarden Euro im dritten Quartal.
- Kommunen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Brandenburg können laufende Ausgaben nicht mehr decken.
- Aktionsbündnis fordert 100%ige Übernahme der Kosten der Unterkunft durch den Bund.
Warum ist das wichtig?
- Rekordminus im Haushaltsdefizit von 28,3 Milliarden Euro erhöht finanzielle Belastung der Kommunen.
- Vier Bundesländer können laufende Ausgaben nicht mehr decken, was wichtige Investitionen gefährdet.
- Forderung nach Übernahme der Sozialkosten durch den Bund zur Entlastung der Städte.
Wer ist betroffen?
- finanzschwache Kommunen
- Kommunen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Brandenburg
- Bürger, die auf Sozialleistungen angewiesen sind
Zahlen/Fakten?
- Defizit in den Haushalten von Städten und Gemeinden: 28,3 Milliarden Euro im dritten Quartal
- Anstieg um 2,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahresrekord
- Explosion der Sozialausgaben: Steigerung um vier Milliarden Euro in den ersten drei Quartalen
Wie geht’s weiter?
- Sofortmaßnahme: hundertprozentige Übernahme der Kosten der Unterkunft durch den Bund
- Bund und Länder sollen sich stärker an Sozialkosten beteiligen
- Hilfen sollen direkt bei den Kommunen ankommen
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