Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Landwirtschaftspolitik und Handelsabkommen in Thüringen
Erfurt () – Die landwirtschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Anja Müller, hat das geplante EU-Mercosur-Handelsabkommen scharf kritisiert. Sie teilte am Freitag mit, das Abkommen verschärfe das Höfesterben, da es zusätzliche Billigimporte ermögliche und die heimischen Betriebe unter unfairen Preisdruck setze.
Die aktuellen Bauernproteste gegen das Abkommen seien daher vollkommen berechtigt.
Aus Sicht der Abgeordneten steht das Abkommen für eine Handelspolitik, die Konzerninteressen über bäuerliche Existenzen und Umweltstandards stelle. Während Landwirte in der EU strengere Auflagen erfüllen müssten, würden sie mit Importen konkurrieren, die oft mit Entwaldung und Verletzungen von Arbeitsrechten in Südamerika verbunden seien.
Die Profiteure seien internationale Agrar- und Handelskonzerne, nicht die Bauern vor Ort.
Müller forderte einen grundlegenden Kurswechsel. Notwendig seien ein Stopp des Mercosur-Abkommens in seiner jetzigen Form, verbindliche soziale und ökologische Standards im Handel sowie faire, kostendeckende Preise für Erzeuger.
Ernährung sei Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und dürfe nicht den Profitinteressen weniger Konzerne überlassen werden, so die Politikerin.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Anja Müller kritisiert das EU-Mercosur-Handelsabkommen als verschärfend für das Höfesterben.
- Bauernproteste gegen das Abkommen werden als berechtigt angesehen.
- Müller fordert einen Kurswechsel und ein Stopp des Abkommens in seiner jetzigen Form.
Warum ist das wichtig?
- Abkommen verschärft Höfesterben durch Billigimporte
- Ungleichheit zwischen EU-Landwirten und südamerikanischen Importen
- Notwendigkeit von sozial-ökologischen Standards im Handel
Wer ist betroffen?
- Landwirte in der EU
- Bauern vor Ort
- Internationale Agrar- und Handelskonzerne
Zahlen/Fakten?
- EU-Mercosur-Handelsabkommen verschärft Höfesterben durch Billigimporte
- Landwirte in der EU müssen strengere Auflagen erfüllen als Importe
- Profiteure sind internationale Agrar- und Handelskonzerne, nicht lokale Bauern
Wie geht’s weiter?
- Stopp des Mercosur-Abkommens in seiner jetzigen Form
- Verbindliche soziale und ökologische Standards im Handel
- Faire, kostendeckende Preise für Erzeuger
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