Wirtschaft: Inflation in Thüringen
Erfurt () – Die Inflationsrate in Thüringen ist im Juli auf durchschnittlich 3,0 Prozent gestiegen. Das teilte das Thüringer Landesamt für Statistik in Erfurt am Mittwoch mit.
Der Verbraucherpreisindex lag demnach bei 126,5 Punkten auf der Basis 2020 gleich 100. Gegenüber dem Vormonat Juni erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,8 Prozent.
In nahezu allen Hauptgruppen wurden Preissteigerungen festgestellt. Lediglich Bekleidung und Schuhe wurden um 0,7 Prozent günstiger als im Vorjahr.
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 0,5 Prozent, wobei Gurken im Vergleich zum Juli 2025 sogar 66,1 Prozent mehr kosteten. Auch Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte legten mit 5,7 Prozent deutlich zu, tiefgefrorene Fische und Fischfilets verteuerten sich um 9,3 Prozent.
Ohne die stark gestiegenen Preise für Heizöl und Kraftstoffe hätte die Inflationsrate bei 2,0 Prozent gelegen. Heizöl kostete 27,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Kraftstoffe 26,0 Prozent.
Für Freizeitaktivitäten mussten die Thüringer ebenfalls tiefer in die Tasche greifen.
Der Besuch von Sport- und Freizeitveranstaltungen verteuerte sich um 6,5 Prozent, Freizeit- und Sportdienstleistungen kosteten 3,4 Prozent mehr. Einen Grund für den Anstieg zum Vormonat sieht das Statistikamt in den gestiegenen Spritpreisen: Nach dem Wegfall der niedrigeren Spritsteuer mussten Autofahrer im Juli 9,7 Prozent mehr für Kraftstoffe zahlen als im Juni.
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| Bildhinweis: | Supermarkt (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Die Inflationsrate in Thüringen stieg im Juli auf durchschnittlich 3,0 Prozent
- Die Verbraucherpreise erhöhten sich gegenüber Juni um 0,8 Prozent, während Bekleidung und Schuhe im Vorjahresvergleich um 0,7 Prozent günstiger wurden
- Ohne stark gestiegene Heizöl- und Kraftstoffpreise läge die Inflationsrate bei 2,0 Prozent; Sport- und Freizeitveranstaltungen verteuerten sich um 6,5 Prozent aufgrund gestiegener Spritpreise
Warum ist das wichtig?
- Höhere Inflationsrate von 3,0 Prozent erhöht spürbar die laufenden Lebenshaltungskosten in Thüringen
- Deutliche Preissteigerungen bei Heizöl und Kraftstoffen sowie teils starken Anstiegen bei Lebensmitteln treiben die Gesamtpreise stark nach oben
- Preisänderungen bei Sport- und Freizeitaktivitäten zeigen, dass die Teuerung nicht nur Lebensmittel und Energie betrifft
Wer ist betroffen?
- Verbraucher in Thüringen (Haushalte im Freistaat)
- Autofahrer in Thüringen (wegen Kraftstoffpreisen)
Zahlen/Fakten?
- Inflationsrate Thüringen im Juli: 3,0 Prozent
- Verbraucherpreisindex: 126,5 Punkte (Basis 2020=100); Preise +0,8 Prozent ggü. Juni
- Gurken: +66,1 Prozent; Heizöl +27,4 Prozent; Kraftstoffe +26,0 Prozent; Sport- und Freizeitveranstaltungen +6,5 Prozent; Spritpreise +9,7 Prozent ggü. Juni
Wie geht’s weiter?
- Ohne die stark gestiegenen Preise für Heizöl und Kraftstoffe läge die Inflationsrate bei 2,0 Prozent
- Niedrigere Spritsteuer entfiel, dadurch zahlten Autofahrer im Juli 9,7 Prozent mehr für Kraftstoffe als im Juni
- Preissteigerungen besonders bei Sport- und Freizeitveranstaltungen (+6,5 Prozent) sowie Freizeit- und Sportdienstleistungen (+3,4 Prozent)
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