Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft Frankfurt: Dax steigt zum Rekord
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Mittwoch mit Gewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.355 Punkten berechnet, 0,6 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Fresenius, Siemens Energy und Bayer, am Ende Infineon, Vonovia und die Deutsche Post.
„Drei der hauptsächlichen Belastungsfaktoren der letzten Zeit – steigende Renditen, höhere Ölpreise und Sorgen um KI-Investitionen – lassen gleichzeitig nach und treiben den Dax auf ein neues Rekordhoch“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Anleger wagten sich zurück in KI- und Chipaktien, da sie hofften, dass der Markt nach der Auflösung spekulativer und gehebelter Positionen bereinigt sei und bereit sein könnte, einen Boden auszubilden. „Die Ölpreise profitieren von der Hoffnung auf eine baldige Lösung – wenn nicht im Iran, dann aber doch im Hormus-Konflikt. Und die Renditen reagieren auf nachlassende Zins- und Inflationsängste, weil die Ölpreise nachgeben.“
„Jedes Mal, wenn die USA den Iran angreifen und danach bekanntgeben, dass es einen Waffenstillstand gibt, stehen die Kurse höher als zuvor – obwohl eigentlich keine Fortschritte im Konflikt zu sehen sind“, so Stanzl. „Dieses Marktverhalten ist erstaunlich und kann eigentlich nur damit erklärt werden, dass die Anleger weiterhin in Aktien investiert sein wollen, um vom anhaltenden Gewinnwachstum profitieren zu können.“
Die Berichtssaison habe die Anleger derweil in ihrem Glauben bestärkt, dass die hohen Investitionen in das KI-Thema Bestand hätten und weiter ausgebaut würden, fügte der Analyst hinzu. „Zugleich wurden Sorgen zerstreut, dass die Hyperscaler an einen Punkt gelangen könnten, an dem sie sich eingestehen müssen, bei ihren Ausgaben vielleicht übersteuert zu haben.“ Die Bilanzen aus dem Techsektor zeigten, dass die großen Unternehmen ihre KI-Investitionen weiter hochfahren. „Ein Ende scheint nicht in Sicht.“
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1539 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8666 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 79,97 US-Dollar; das waren 61 Cent oder 0,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Der Dax startete am Mittwoch mit Gewinnen und lag gegen 9:30 Uhr bei rund 26.355 Punkten, etwa 0,6 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag
- Anleger drängten zurück in KI- und Chipaktien, nachdem Belastungen wie steigende Renditen und Ölpreise nachgelassen hatten und die Berichtssaison den Glauben an weiter steigende KI-Investitionen bestärkte
Warum ist das wichtig?
- Kursgewinne im Dax und neues Rekordhoch deuten darauf hin, dass sich Belastungsfaktoren wie steigende Renditen, höhere Ölpreise und KI-Investitionssorgen abschwächen
- Anleger kommen zurück in KI- und Chipaktien, weil Marktpositionierungen bereinigt wurden und die Berichtssaison zeigt, dass KI-Investitionen weiter hochgefahren werden
- Nachlassende Zins- und Inflationsängste sowie steigende Ölpreise (trotz Konfliktsorgen) beeinflussen die Aktienmärkte und das Sentiment der Anleger
Wer ist betroffen?
- Anleger an der Frankfurter Börse und am Aktienmarkt
- Investoren in KI- und Chipaktien
- Unternehmen im Techsektor bzw. große Hyperscaler und deren KI-Investitionen
Zahlen/Fakten?
- DAX gegen 9:30 Uhr bei rund 26.355 Punkten, 0,6 Prozent über Schlussniveau vom Vortag
- 1 Euro = 1,1539 US-Dollar; 1 US-Dollar = 0,8666 Euro
- Brent-Öl gegen 9 Uhr deutscher Zeit bei 79,97 US-Dollar je Fass, plus 61 Cent bzw. 0,8 Prozent
Wie geht’s weiter?
- Der Dax startet mit Gewinnen und erreicht ein neues Rekordhoch; Anleger kehren in KI- und Chipaktien zurück
- Steigende Belastungsfaktoren wie Rendite- und Ölpreissorgen lassen nach, weil Ölpreise nachgeben und Zins- sowie Inflationsängste nachlassen
- Die Berichtssaison stärkt die Erwartung, dass KI-Investitionen weiter ausgebaut werden, ein Ende scheint nicht in Sicht
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