Trump setzt Iran-Angriffe aus und sieht Fortschritte für Abkommen

2. August 2026
1 min Lesezeit

Politik: Trump und Nahost-Konflikt

Washington () – US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, geplante Angriffe auf den auszusetzen. Voraussetzung sei, dass zügig ein Abkommen mit Teheran zustande komme.

Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, sowohl der Iran als auch andere Staaten der Region hätten Washington gebeten, von einem Militärschlag abzusehen. Die Grundzüge einer Einigung stünden bereits, so der Präsident. Diese sehe unter anderem die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und ein „Ende der iranischen Atomgefahr“ vor.

Die Ankündigung folgt auf Medienberichte, wonach die USA für das Wochenende neue, massive Angriffe auf den Iran geplant hätten. Bereits am Samstag hatte Teheran Washington vorgeworfen, die Lage zu verschärfen. Jeder Staat in der Region, der mit den USA kooperiere, werde „in den Flammen des Krieges aufgehen“, hieß es aus der iranischen Hauptstadt.

Die US-Regierung rief ihre Staatsbürger im Nahen Osten zur Wachsamkeit auf. Sie sollten darauf vorbereitet sein, die Region im Falle einer Eskalation zu verlassen. Flugausfälle, zeitweise Luftraumsperrungen und Reiseunterbrechungen seien möglich, warnte ein Sicherheitshinweis.

Zuvor hatte der US-Sender CBS berichtet, dass die USA und eine der bislang härtesten Bombenkampagnen gegen die iranische Energieinfrastruktur geplant hätten. Das Vorhaben sei bereits am Freitag in Trumps Kabinettssitzung thematisiert worden.

Trump drohte in seinem Beitrag erneut: Die USA seien „geladen und bereit“, gegen den Iran vorzugehen – mit einer militärischen Härte, wie es sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gegeben habe. Die Absage der Angriffe begründete er mit dem „künftigen Nutzen für die Welt“ und dem Überleben eines „erfolgreichen und wohlhabenden Iran“. Eine Reaktion aus Teheran stand zunächst aus. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hatte am Samstag Berichten zufolge in einem Telefonat mit Trump seine Besorgnis über die möglichen Angriffe geäußert.

Die Beziehungen zwischen Washington und Teheran sind seit dem Scheitern einer Waffenruhe im April, die den Konflikt pausieren sollte, im Juni von wechselseitigen Angriffen geprägt. Erst in dieser Woche meldeten die USA eine „schwere Welle“ von Vergeltungsschlägen nach einem versuchten Raketenangriff auf US-Soldaten.

Die USA haben iranische Häfen blockiert und Ziele im Land bombardiert. Der Iran wiederum beschoss US-Einrichtungen in mehreren Ländern der Region und attackierte Schiffe in der Straße von Hormus, einer zentralen Route für den weltweiten Öltransport. Die US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran hatten am 28. Februar begonnen und führten zu erheblichen Schwankungen der Ölpreise.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Donald Trump (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Trump setzt Iran-Angriffe aus und sieht Fortschritte für Abkommen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Donald Trump kündigte an, geplante Angriffe auf den Iran auszusetzen, falls zügig ein Abkommen mit Teheran zustande kommt
  • Trump berief sich dabei auf Bitten aus dem Iran und anderen Staaten, von einem Militärschlag abzusehen, und nannte als Inhalte der Einigung die Wiedereröffnung der Straße von Hormus sowie ein Ende der iranischen Atomgefahr
  • Hintergrund sind Medienberichte über neue massive Angriffe sowie eine zuvor eskalierte Lage mit gegenseitigen Angriffen zwischen den USA und dem Iran

Warum ist das wichtig?

  • Ein Abkommen könnte weitere Eskalationen und mögliche Militärschläge gegen den Iran verhindern
  • Die geplanten Bestandteile wie die Wiedereröffnung der Straße von Hormus würden die Lage im Nahen Osten und besonders den Öltransport beeinflussen
  • Schon jetzt gibt es Warnungen zur Wachsamkeit und mögliche Reise- und Luftraumbeschränkungen, was die Auswirkungen eines Konflikts direkt spürbar macht

Wer ist betroffen?

  • US-Staatsbürger im Nahen Osten
  • Staaten in der Region, die mit den USA kooperieren
  • Iran und andere Staaten der Region

Zahlen/Fakten?

  • Voraussetzung: zügiges Abkommen mit Teheran; geplant: Wiedereröffnung der Straße von Hormus und „Ende der iranischen Atomgefahr“
  • US-Sender CBS: geplante „der bislang härtesten“ Bombenkampagnen gegen iranische Energieinfrastruktur; thematisiert in Trumps Kabinettssitzung am Freitag
  • Angriffe: Beginn am 28. Februar; Straße von Hormus als Route für weltweiten Öltransport; Ölpreise mit „erheblichen Schwankungen“

Wie geht’s weiter?

  • Trump setzt geplante Angriffe auf den Iran aus, sofern zügig ein Abkommen mit Teheran zustande kommt
  • Das Abkommen soll unter anderem die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und ein Ende der iranischen Atomgefahr vorsehen
  • Die USA rufen ihre Staatsbürger im Nahen Osten zur Wachsamkeit auf und warnen vor möglichen Flugausfällen und Reiseunterbrechungen bei Eskalationen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Don't Miss