Wirtschaft: Ausbildungsmarkt in Thüringen
Erfurt () – In Thüringen suchen Ende Juli noch rund 2.300 junge Menschen einen Ausbildungsplatz. Das hat die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Freitag mitgeteilt.
Insgesamt haben sich bis Ende Juli 7.400 Bewerber bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldet, zehn weniger als im Vorjahr und 255 mehr als 2024.
Demgegenüber stehen rund 3.600 noch unbesetzte Ausbildungsplätze. Die meisten freien Stellen gibt es im Verkauf, in der Lagerwirtschaft und in Büroberufen.
Auf 100 betriebliche Ausbildungsstellen kommen rechnerisch 74 Bewerber. Besonders beliebt bei den Jugendlichen sind Berufe wie Kfz-Mechatroniker, Kaufmann für Büromanagement und Verkäufer.
Die Arbeitgeber haben bis Juli 10.100 Ausbildungsstellen gemeldet, das sind rund 1.350 weniger als im Vorjahreszeitraum und 1.900 weniger als 2024.
Laut der Regionaldirektion wird die Integration von ausländischen Bewerbern immer wichtiger. Von den 7.400 Bewerbern stammen 1.115 aus dem Ausland, 195 mehr als 2025 und 348 mehr als 2024. Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion, sagte: „Die aktuelle wirtschaftliche Lage zeigt sich auch auf dem Ausbildungsmarkt. Unternehmen agieren vorsichtiger, gleichzeitig bleiben Ausbildungsstellen unbesetzt.“
Die Arbeitsagenturen müssten junge Menschen gezielt orientieren und Betriebe bei der Nachwuchsgewinnung begleiten.
Außerdem wies Behrens auf die Bedeutung von Praktika hin.
Sie seien ein unkomplizierter Weg, um in eine Ausbildung zu starten. Jugendliche könnten eigene Stärken testen und Unternehmen frühzeitig Talente entdecken.
Angesichts des Fachkräftemangels seien Praktika ein unverzichtbarer Baustein.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundesagentur für Arbeit (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Ende Juli suchen in Thüringen noch rund 2.300 junge Menschen einen Ausbildungsplatz
- Es gibt rund 3.600 unbesetzte Ausbildungsplätze; auf 100 Stellen kommen rechnerisch 74 Bewerber
- Von 7.400 Bewerbern stammen 1.115 aus dem Ausland, während Unternehmen Ausbildungsstellen vorsichtiger melden und teils unbesetzt bleiben
Warum ist das wichtig?
- Es gibt noch zahlreiche unbesetzte Ausbildungsplätze, was für Jugendliche die Chance bietet, gezielt passende Ausbildungswege zu finden
- Die Zahl ausländischer Bewerber steigt, weshalb gezielte Orientierung und Begleitung von Betrieben wichtig für erfolgreiche Integration in Ausbildung sind
- Praktika sind ein unkomplizierter Einstieg, um Stärken zu testen und früh Talente zu erkennen, was angesichts von Fachkräftemangel besonders relevant ist
Wer ist betroffen?
- Rund 2.300 junge Menschen in Thüringen, die Ende Juli noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben
- Die 7.400 Bewerber, die sich bis Ende Juli bei Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldet haben
- Ausländische Bewerber (1.115 von 7.400)
Zahlen/Fakten?
- 2.300 junge Menschen suchen Ende Juli noch einen Ausbildungsplatz
- 7.400 Bewerber gemeldet bis Ende Juli; 10 weniger als im Vorjahr und 255 mehr als 2024
- 3.600 unbesetzte Ausbildungsplätze; Auf 100 Ausbildungsstellen kommen rechnerisch 74 Bewerber
Wie geht’s weiter?
- In Thüringen werden Ende Juli noch rund 2.300 junge Menschen ohne Ausbildungsplatz gesucht, während rund 3.600 Ausbildungsplätze unbesetzt sind
- Arbeitgeber suchen stärker nach Nachwuchs, Arbeitsagenturen sollen Jugendliche gezielt orientieren und Betriebe bei der Nachwuchsgewinnung begleiten
- Praktika sollen Jugendlichen helfen, unkompliziert in eine Ausbildung zu starten, und Talente frühzeitig erkennbar machen
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