Über 3 Millionen Arbeitslose in Deutschland – Zahlen steigen

31. Juli 2026
1 min Lesezeit

Arbeitsmarkt in : Juli-Zahlen

Nürnberg () – Die Arbeitslosenzahlen haben im Juli zugelegt. Wie die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Nürnberg mitteilte, stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 28.000 und gegenüber dem Vormonat Juni sogar um 71.000 und liegt nun bei 3.007.000 Personen.

Selbst „saisonbereinigt“ legte die Zahl nach BA-Angaben gegenüber dem Vormonat um 6.000 Personen zu. Die Arbeitslosenquote beträgt damit nun aktuell 6,4 Prozent, nach 6,2 Prozent im Juni und 6,3 Prozent vor genau einem Jahr.

„Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen vor allem aus jahreszeitlichen Gründen im Juli spürbar zu“, sagte BA-Vorstand Daniel Terzenbach. Insgesamt setze sich am Arbeitsmarkt aber die schwache Entwicklung der letzten Monate fort.

Auch die Arbeitskräftenachfrage bleibt vergleichsweise schwach. Im Juli waren 653.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, das waren nur 25.000 mehr als vor einem Jahr.

Und auch am Ausbildungsmarkt bleibt die Lage angespannt: Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 418.000 Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 4.000 mehr als im Vorjahresmonat. 126.000 haben bis Juli mitgeteilt, dass ihre Ausbildungssuche erfolgreich war, das waren 11.000 weniger als vor einem Jahr.

147.000 junge Leute haben weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative gefunden. Gleichzeitig sind 162.000 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Die Statistik weist insgesamt 437.000 gemeldete Ausbildungsstellen aus, 35.000 weniger als im Juli 2025, so die BA.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundesagentur für Arbeit (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Über 3 Millionen Arbeitslose in Deutschland – Zahlen steigen

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Die Arbeitslosenzahlen sind im Juli gestiegen: um 28.000 gegenüber dem Vorjahr und um 71.000 gegenüber Juni auf 3.007.000 Personen
  • Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,4 Prozent nach 6,2 Prozent im Juni
  • Auch die Lage am Ausbildungsmarkt ist angespannt: weniger erfolgreiche Bewerber und 162.000 Ausbildungsstellen unbesetzt

Warum ist das wichtig?

  • Höhere Arbeitslosenzahlen im Juli zeigen eine Verschlechterung der Arbeitsmarktlage und können den Handlungsdruck für Politik und Arbeitsagenturen erhöhen
  • Schwache Arbeitskräftenachfrage mit nur geringem Stellenzuwachs erschwert das Finden neuer Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Angespannter Ausbildungsmarkt mit vielen erfolglosen Bewerbern und unbesetzten Stellen deutet auf Risiken für den Übergang von Schule in Ausbildung hin

Wer ist betroffen?

  • Arbeitslose Personen in Deutschland (insgesamt 3.007.000)

Zahlen/Fakten?

  • Arbeitslose im Juli: 3.007.000 Personen; Plus 28.000 ggü. Vorjahreszeitraum; Plus 71.000 ggü. Juni
  • Arbeitslosenquote: 6,4 Prozent; vorher 6,2 Prozent im Juni und 6,3 Prozent vor genau einem Jahr
  • Gemeldete Arbeitsstellen im Juli: 653.000; 25.000 mehr als vor einem Jahr

Wie geht’s weiter?

  • Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen voraussichtlich aus jahreszeitlichen Gründen weiter zu, die schwache Entwicklung der letzten Monate setzt sich fort
  • Arbeitskräftenachfrage bleibt vergleichsweise schwach, im Juli gemeldete Arbeitsstellen nur leicht über Vorjahr
  • Ausbildungsmarkt bleibt angespannt: mehr Bewerber ohne Stelle bzw. Alternative, zugleich viele unbesetzte Ausbildungsstellen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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