Wirtschaft: Inflation in Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf () – Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen hat im Juli 2,7 Prozent betragen. Das teilte der Landesbetrieb IT.NRW am Donnerstag mit.
Demnach stieg der Preisindex gegenüber dem Vormonat (Juni 2026) um 0,9 %. Der Verbraucherpreisindex unter Ausschluss der Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln und Energie – oftmals auch als Kerninflation bezeichnet – ist zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 2,5 % gestiegen.
Zwischen Juli 2025 und Juli 2026 sind die Nahrungsmittelpreise um durchschnittlich 0,2 % gesunken.
Deutlich günstiger angeboten als vor einem Jahr wurden Speisefette und -öle (−17,1 %), darunter insbesondere Butter (−33,7 %). Dies galt auch für Molkereiprodukte wie teilentrahmte Milch (−11,7 %), Vollmilch (−9,6 %) sowie Käse und Quark (−7,6 %).
Die Preise für Eier hingegen sind binnen Jahresfrist um 14,8 % gestiegen.
Die Energiepreise entwickelten sich weiterhin gegenläufig: Während Strom und Gas zwischen Juli 2025 und Juli 2026 Preisrückgänge verzeichneten (−5,0 % bzw. −1,1 %), wurde insbesondere Heizöl deutlich teurer angeboten (+23,1 %) als vor einem Jahr. Die Preise für Kraftstoffe liegen seit Februar 2026 über dem Niveau der entsprechenden Vorjahresmonate: Im Juli 2026 mussten Autofahrende für Kraftstoffe 23,2 % mehr bezahlen als im Juli 2025 (darunter Diesel +26,4 % und Benzin +22,4 %).
Die Preise für Dienstleistungen in Gaststätten stiegen zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 3,2 %. Preissteigerungen verzeichneten u. a. auch Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+6,6 %), darunter insbesondere die Dienstleistungen der häuslichen Alten- und Behindertenpflege (+11,8 %).
Die Preisentwicklung zwischen Juni 2026 und Juli 2026 war u. a. durch die Rücknahme des Tankrabatts durch die Bundesregierung und dem Sale im Bekleidungseinzelhandel geprägt: Mit dem Wegfall des sogenannten „Tankrabatts” stiegen die Preise für Diesel um 20,0 % und Benzin um 15,8 %. Der „Sale” führte bei Herrenbekleidung zu Preisrückgängen um 5,1 %, bei Damenbekleidung um 4,8 %.
Preisrückgänge im Bereich der Nahrungsmittel verzeichneten beispielsweise Stein- oder Kernobst wie Pfirsiche und Kirschen (−13,0 %), Tomaten (−10,8 %) und Möhren (−10,4 %).
Teurer wurden Gurken (+54,3 %), Quark (+6,8 %) und Äpfel (+4,5 %).
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Supermarkt (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen lag im Juli bei 2,7 Prozent, der Preisindex stieg gegenüber Juni um 0,9 Prozent
- Energie wurde im Jahresvergleich teils günstiger (Strom −5,0 %, Gas −1,1 %), aber Heizöl deutlich teurer (+23,1 %); Kraftstoffe kosteten im Juli 23,2 % mehr als im Vorjahr
- Teuerungsraten zeigten sich zudem bei Eiern (+14,8 %) sowie bei Dienstleistungen (Gaststätten +3,2 %, häusliche Alten- und Behindertenpflege +11,8 %)
Warum ist das wichtig?
- Die Inflationsrate liegt in Nordrhein-Westfalen im Juli 2026 bei 2,7 Prozent, beeinflusst damit die allgemeine Kaufkraft
- Preisveränderungen bei Energie und Kraftstoffen (z. B. Heizöl +23,1 %, Diesel +26,4 %, Benzin +22,4 %) wirken sich spürbar auf die laufenden Kosten aus
- Teurungen in bestimmten Dienstleistungsbereichen wie Gaststätten (+3,2 %) und häuslicher Alten- und Behindertenpflege (+11,8 %) erhöhen konkrete Ausgaben im Alltag
Wer ist betroffen?
- Autofahrende (Kraftstoffpreise: Diesel und Benzin)
- Verbraucherinnen und Verbraucher in Nordrhein-Westfalen (allgemeine Preisentwicklung)
- Gäste von Gaststätten sowie Personen, die Dienstleistungen sozialer Einrichtungen bzw. häusliche Alten- und Behindertenpflege nutzen
Zahlen/Fakten?
- Inflationsrate Nordrhein-Westfalen im Juli: 2,7%
- Preisindex ggü. Vormonat (Juni 2026): +0,9%; Kerninflation (ohne Nahrungsmittel/Energie) zwischen Juli 2025 und Juli 2026: +2,5%
- Nahrungsmittelpreise im Schnitt zwischen Juli 2025 und Juli 2026: −0,2% (u. a. Speisefette/-öle −17,1%; Eier +14,8%)
Wie geht’s weiter?
- Inflation in Nordrhein-Westfalen liegt im Juli bei 2,7 Prozent
- Tankrabatt-Rücknahme treibt Dieselpreise um 20,0 Prozent und Benzinpreise um 15,8 Prozent
- Weitere Preisentwicklung: deutlich teurer bei Heizöl (+23,1 %) und Gurken (+54,3 %), günstiger bei Butter (−33,7 %)
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