Inflation zieht im Juli kräftig an

30. Juli 2026
1 min Lesezeit

Wirtschaft: Inflation in steigt

() – Die Inflationsrate in Deutschland hat im Juli kräftig zugelegt. Das zeigen Daten aus den Bundesländern, die am Donnerstagmorgen bereits veröffentlicht wurden. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht seine Schätzung für die bundesweite Inflationsrate erst am frühen Nachmittag.

Doch es ist klar, dass diese deutlich höher ausfallen wird als im Juni, denn in allen Bundesländern, die schon Zahlen veröffentlicht haben, geht es deutlich nach oben. So stieg die jährliche Inflationsrate im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW gegenüber dem Vormonat von 2,1 auf 2,7 Prozent, in von 2,5 auf 2,8, in von 2,1 auf 2,5 und in von 2,5 auf 2,7 Prozent.

Ein wichtiger Grund dürfte die Rücknahme des Tankrabatts gewesen sein, dadurch stiegen beispielsweise in NRW die Preise für Diesel um 20,0 Prozent und Benzin um 15,8 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das Statistische Landesamt NRW machte aber auch darauf aufmerksam, dass Sonderangebote im Bekleidungseinzelhandel im Juli einen gewissen Einfluss hatten. So führte der „Sale“ im Vormonatsvergleich zu Preisrückgängen um die fünf Prozent – und dämpfte damit einen noch stärkeren Anstieg.

Auf Basis der bisher bekannten Daten aus den Bundesländern dürfte die bundesweite Inflationsrate, die für Juni vom Statistischen Bundesamt noch mit 2,3 Prozent berechnet worden war, auf einen Wert zwischen 2,6 und 2,8 Prozent steigen (Mittel: 2,7 Prozent).

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Supermarkt (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Inflation zieht im Juli kräftig an

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Die jährliche Inflationsrate ist in mehreren Bundesländern im Juli deutlich gestiegen; unter anderem NRW von 2,1 auf 2,7 Prozent, Bayern von 2,5 auf 2,8 Prozent, Baden-Württemberg von 2,1 auf 2,5 Prozent und Niedersachsen von 2,5 auf 2,7 Prozent
  • Grund war unter anderem die Rücknahme des Tankrabatts, wodurch Dieselpreise in NRW um 20,0 Prozent und Benzinpreise um 15,8 Prozent gegenüber dem Vormonat stiegen
  • Für Deutschland insgesamt wird ein Anstieg der Inflationsrate von 2,3 Prozent im Juni auf voraussichtlich 2,6 bis 2,8 Prozent erwartet

Warum ist das wichtig?

  • Steigende Inflationsrate erhöht die laufenden Lebenshaltungskosten und wirkt damit direkt auf Kaufkraft und Budget von Haushalten
  • Höhere Energiepreise nach Rücknahme des Tankrabatts treiben besonders die Preise für Diesel und Benzin an
  • Einfluss von Sonderangeboten im Bekleidungseinzelhandel dämpft den Anstieg teilweise und zeigt, dass bestimmte Branchen die Gesamtentwicklung mitbestimmen

Wer ist betroffen?

  • Verbraucher in Deutschland, insbesondere in Nordrhein-Westfalen
  • Verbraucher in Bayern
  • Verbraucher in Baden-Württemberg und Niedersachsen

Zahlen/Fakten?

  • Inflationsrate NRW von 2,1 auf 2,7 Prozent
  • Dieselpreise in NRW +20,0 Prozent und Benzin +15,8 Prozent gegenüber dem Vormonat
  • Bundesweite Inflationsrate von 2,3 Prozent im Juni auf 2,6 bis 2,8 Prozent im Juli (Mittel: 2,7 Prozent)

Wie geht’s weiter?

  • Rücknahme des Tankrabatts treibt die Energiepreise; Dieselpreise in NRW +20,0% und Benzin +15,8% gegenüber dem Vormonat
  • Sonderangebote im Bekleidungseinzelhandel senken die Preise im Vergleich zum Vormonat um bis zu etwa 5% und dämpfen den Anstieg
  • Bundesweite Inflationsrate dürfte von 2,3% (Juni) auf etwa 2,6 bis 2,8% (Mittel 2,7%) steigen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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