Neuer Verkehrsminister will Infrastruktur voranbringen

29. Juli 2026
1 min Lesezeit

Verkehrspolitik in

Berlin () – Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) will den Fokus seiner Amtszeit auf den Ausbau und die Modernisierung der deutschen Infrastruktur legen. Er werde das zur Verfügung stehende Geld schnell investieren, sagte Bilger am Mittwoch den ARD-„Tagesthemen“.

„Mein Arbeitsauftrag lautet klar, vor allem sicherzustellen, dass die vielen Infrastrukturmilliarden auch in Zukunft umgesetzt werden“, sagte Bilger. solle die Mobilität der Zukunft entwickeln und die Menschen spürbar Verbesserungen im Alltag merken.

Bilger hat das Verkehrsressort am Mittwoch in einer schwierigen Phase übernommen, sein Vorgänger Patrick Schnieder wurde am selben Tag verabschiedet. Zu möglichen Fehlern seines Vorgängers äußerte er sich nicht konkret, betonte aber, dass der Anspruch sei, die Infrastruktur in Deutschland aus den Negativschlagzeilen herauszuführen.

Als zentrale Aufgabe sieht der neue Minister die Umsetzung der geplanten Rekordinvestitionen. Insgesamt stünden in den kommenden vier Jahren rund 170 Milliarden Euro für die Infrastruktur bereit. Das Geld müsse nun in Projekte für Straßen, Schienen und Wasserwege fließen. Baustellen würden zunächst zwar Belastungen bringen, langfristig solle sich die Situation für Bahn- und Autofahrer aber verbessern.

Bilger, der aus Ludwigsburg in stammt, bezeichnete sich als Verkehrspolitiker mit langjähriger Erfahrung. Seit 2009 sitzt er im Bundestag und war bereits von 2018 bis 2021 parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Die neue Aufgabe sei für ihn daher „ein Stück weit nach Hause kommen“.

Dass er erst nach einer Absage von Fritz Günzler gefragt wurde, die Ministerposition zu übernehmen, sieht Bilger nicht als Belastung. In der Politik gebe es viele geeignete Personen, sagte er. Er habe seine bisherige Rolle als Erster parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion zwar gerne weitergeführt, freue sich nun aber darauf, wieder stärker in seinem Fachgebiet Verkehrspolitik zu arbeiten.

Auch innerhalb der Unionsfraktion steht Bilger vor Herausforderungen. Der neue Fraktionsvorsitzende Thorsten Frei wurde mit knapp 92 Prozent der Stimmen gewählt, gleichzeitig gibt es an der Basis aber weiterhin Kritik. Bilger sprach nach der Fraktionssitzung von einer offenen und konstruktiven Aussprache. Kritik sei geäußert worden, aber nicht destruktiv. Nun müsse die Fraktion nach vorne schauen und ihre Regierungsverantwortung wahrnehmen.

Ein wichtiges Thema für Bilger ist zudem die Zukunft der deutschen Autoindustrie. Gerade in Baden-Württemberg, seiner politischen Heimat, seien die Sorgen wegen Stellenabbau und der schwierigen Lage der Branche groß. Deutschland müsse weiterhin innovative Mobilitätslösungen entwickeln, um Arbeitsplätze und Wohlstand zu sichern.

Auf seine frühere Tätigkeit im Verkehrsministerium unter Andreas Scheuer angesprochen, verwies Bilger auf die Erfahrungen aus dieser Zeit – unter anderem während der Debatte um die Pkw-Maut, den Abgasskandal und die Coronakrise. Die Jahre seien intensiv und lehrreich gewesen. Diese Erfahrungen wolle er nun in seiner neuen Rolle als Minister nutzen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Steffen Bilger und Frank-Walter Steinmeier am 29.07.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Neuer Verkehrsminister will Infrastruktur voranbringen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Steffen Bilger übernahm das Verkehrsressort in einer schwierigen Phase, sein Vorgänger Patrick Schnieder wurde am selben Tag verabschiedet
  • Bilger will die Infrastruktur in Deutschland ausbauen und modernisieren, die dafür bereitstehenden rund 170 Milliarden Euro in den kommenden vier Jahren in Projekte für Straßen, Schienen und Wasserwege investieren
  • Er bezeichnet es als Ziel, die Situation für Bahn- und Autofahrer langfristig zu verbessern und betont zudem Handlungsbedarf für die Zukunft der Autoindustrie und den Stellenerhalt

Warum ist das wichtig?

  • Weil in den nächsten vier Jahren rund 170 Milliarden Euro in Projekte für Straßen, Schienen und Wasserwege fließen sollen, um die Infrastruktur auszubauen und zu modernisieren
  • Damit Baustellenbelastungen langfristig durch spürbare Verbesserungen für Bahn- und Autofahrer ausgeglichen werden
  • Weil die Zukunft der Mobilität und der Autoindustrie Arbeitsplätze und Wohlstand sichern soll, besonders in Regionen wie Baden-Württemberg

Wer ist betroffen?

  • Menschen in Deutschland, die durch den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur spürbare Verbesserungen im Alltag erwarten
  • Bahn- und Autofahrer, die durch Baustellen zunächst belastet werden, langfristig aber eine Verbesserung der Situation bekommen sollen
  • Die Autoindustrie und ihre Beschäftigten, insbesondere in Baden-Württemberg, wegen Sorgen um Stellenabbau und die schwierige Lage der Branche

Zahlen/Fakten?

  • 170 Milliarden Euro für die Infrastruktur in den kommenden vier Jahren
  • seit 2009 sitzt Steffen Bilger im Bundestag
  • Thorsten Frei wurde mit knapp 92 Prozent der Stimmen gewählt

Wie geht’s weiter?

  • Fokus auf schnellen Ausbau und Modernisierung der deutschen Infrastruktur, damit Infrastrukturmilliarden umgesetzt werden
  • Umsetzung der geplanten Rekordinvestitionen von rund 170 Milliarden Euro in Straßen, Schienen und Wasserwege; mittelfristige Verbesserung für Bahn- und Autofahrer
  • Verkehrsressort soll Mobilität der Zukunft entwickeln und der Autoindustrie mit innovativen Mobilitätslösungen Arbeitsplätze und Wohlstand sichern
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