Wirtschaft: Dax- und Ölpreisanstieg in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Mittwoch mit leichten Gewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.523 Punkten berechnet, 0,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Deutsche Bank, RWE und BASF, am Ende Hochtief sowie die Rückversicherer Hannover Rück und Münchener Rück.
Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 87,07 US-Dollar, das waren 3,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
„Die Feuerpause im Iran scheint vorbei zu sein und die Energiepreise reagieren bereits auf die neuen militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran, Saudi-Arabien und den USA“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Nach Medienberichten soll es zu mehreren Angriffen auf US-Militärbasen gekommen sein. Die Lage in diesem Konflikt bleibt verworren und unübersichtlich.“
An den Börsen in Asien hätten die Anleger prompt reagiert, so Lipkow. „Die bereits angeschlagenen Technologiewerte setzten ihre massive Kurskorrektur fort, wobei das negative Momentum durch die Nachrichten aus dem Nahen Osten beschleunigt wurde.“
Die Investoren würden sich weiter von Halbleiteraktien trennen, da sie starke Zweifel an der Fortsetzung des KI-Zyklus haben, erklärte der Analyst. „Immer höhere Investitionssummen lassen sie nachdenklich werden, und sie bauen Aktienpositionen ab und nehmen einige der Kursgewinne der vergangenen Monate mit. Zudem hat die Jahresprognose des südkoreanischen Halbleiterwertes SK Hynix die Erwartungen verfehlt und zusätzlich Öl ins Feuer gegossen. Die Aktien selbst verlieren zum Ende des Handels mehr als elf Prozent, rutschen in der Spitze aber fast 20 Prozent ab.“
Lipkow erwartet, dass der heutige Handelstag spannend wird. „Neben den Zahlen der Deutschen Bank werden am Abend nach US-Börsenschluss Microsoft und Meta Bilanz und Ausblick vorlegen. Zusätzlich wird die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed für Aufmerksamkeit sorgen. Der Dax dürfte sich in diesem Umfeld schwertun, die Kursmarke von 25.500 Punkten überwinden zu können.“
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1397 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8774 Euro zu haben.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Der Dax ist mit leichten Gewinnen gestartet und lag gegen 9:30 Uhr bei rund 25.523 Punkten, etwa 0,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag
- Der Ölpreis ist stark gestiegen: Brent kostete gegen 9 Uhr 87,07 US-Dollar und damit 3,5 Prozent mehr
- An den Börsen reagierten Anleger unter anderem auf die Nachrichtenlage zum Iran-Konflikt, während Technologiewerte weitere Kursverluste hinnehmen mussten
Warum ist das wichtig?
- Leichte Gewinne im Dax zeigen, wie sich die Stimmung an der Börse aktuell entwickelt und welche Werte als stärkste bzw. schwächste beginnen
- Steigende Ölpreise und die Reaktion auf den Nahost-Konflikt erhöhen Unsicherheit und können Energie- sowie Unternehmenskosten und damit Börsenkurse beeinflussen
- Enttäuschende Halbleiterprognosen und erwartete Tech-Bilanzdaten (Microsoft, Meta) können die weitere Risikoaversion bei Investoren und die Kursentwicklung am Markt bestimmen
Wer ist betroffen?
- Anleger an den Börsen in Asien wegen der Nachrichten aus dem Nahen Osten und der Energiepreisreaktionen
- Investoren, die sich von Halbleiteraktien trennen
- Aktien von SK Hynix (starke Kursverluste, Erwartungen verfehlt)
Zahlen/Fakten?
- Dax: ca. 25.523 Punkte, +0,2 Prozent
- Brent-Öl: 87,07 US-Dollar je Fass, +3,5 Prozent
- Euro: 1,1397 US-Dollar; 1 Dollar: 0,8774 Euro
Wie geht’s weiter?
- Heute könnten die Bilanzen und der Ausblick von Microsoft und Meta sowie die Fed-Zinsentscheidung die Märkte stark bewegen
- Der Dax dürfte es schwer haben, die Marke von 25.500 Punkten zu überwinden
- Anleger dürften sich weiter von Halbleiteraktien trennen, da Zweifel am KI-Zyklus bestehen und weitere Enttäuschungen erwartet werden
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