Wirtschaftspolitik: Trump und EU-Zölle in Washington
Washington () – US-Präsident Donald Trump hat der Europäischen Union vorgeworfen, amerikanische Unternehmen gezielt zu benachteiligen, und eine neue Untersuchung nach dem US-Handelsgesetzes angekündigt.
In einer am Freitag auf seiner eigenen Plattform „Truth Social“ veröffentlichten Erklärung kritisierte Trump die von der EU verhängten Geldstrafen gegen große US-Technologiekonzerne wie Apple, Meta, Amazon und Google und bezeichnete sie als „rechtswidrig“ und „höchst diskriminierend“. Die Vereinigten Staaten würden nicht zulassen, dass amerikanische Unternehmen als „Sparschwein“ für Europa dienten.
Besonders verwies Trump auf die in dieser Woche verhängte Strafe gegen Google in Höhe von einer Milliarde US-Dollar. Nach seinen Angaben summierten sich die bisherigen EU-Strafen gegen den Konzern auf mehr als 18 Milliarden Dollar.
Trump kündigte an, die Strafzahlungen rückgängig machen zu wollen und stellte „beträchtliche Zölle“ gegen die Europäische Union in Aussicht. Eine Untersuchung nach „Section 301“ des US-Handelsrechts, auf die sich Trump bezieht, kann der US-Regierung ermöglichen, handelspolitische Gegenmaßnahmen gegen ausländische Praktiken einzuleiten, die sie als unfair oder schädlich für US-Unternehmen bewertet.
Erst am Vortag hatte die US-Regierung neue Zölle gegen 60 Länder angekündigt, darunter auch die Länder der Europäischen Union, ebenfalls auf Basis des US-Handelsgesetzes, und zwar wegen angeblich mangelnden Einsatzes gegen Zwangsarbeit. Ganz offensichtlich steckt dahinter die Strategie, Zölle juristisch besser zu begründen, nachdem frühere Verfügungen dieser Art vom Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten wieder einkassiert worden waren.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Donald Trump (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- US-Präsident Donald Trump wirft der Europäischen Union vor, amerikanische Unternehmen gezielt zu benachteiligen, und kritisiert EU-Geldstrafen gegen große US-Technologiekonzerne als rechtswidrig und diskriminierend
- Trump kündigt an, Strafzahlungen rückgängig machen zu wollen und stellt beträchtliche Zölle gegen die EU in Aussicht
- Trump kündigt zudem eine neue Untersuchung nach Section 301 des US-Handelsrechts an, um handelspolitische Gegenmaßnahmen gegen aus seiner Sicht unfairen EU-Praktiken einzuleiten
Warum ist das wichtig?
- Trump kritisiert EU-Strafen gegen große US-Technologiekonzerne als rechtswidrig und diskriminierend, um US-Unternehmen vor Nachteilen durch die EU zu schützen
- Durch die angekündigte Untersuchung nach Section 301 sollen handelspolitische Gegenmaßnahmen gegen als unfair bewertete EU-Praktiken eingeleitet werden
- Mögliche beträchtliche Zölle könnten die Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU spürbar beeinflussen
Wer ist betroffen?
- US-Präsident Donald Trump
- Europäische Union
- Große US-Technologiekonzerne wie Apple, Meta, Amazon und Google
Zahlen/Fakten?
- 1 Milliarde US-Dollar Strafe gegen Google
- mehr als 18 Milliarden US-Dollar bisherige EU-Strafen gegen Google
- beträchtliche Zölle gegen die Europäische Union angekündigt
- Untersuchung nach Section 301 des US-Handelsrechts angekündigt
- neue Zölle gegen 60 Länder angekündigt
Wie geht’s weiter?
- Trump will die EU-Strafzahlungen gegen US-Technologiekonzerne rückgängig machen und kündigte „beträchtliche Zölle“ gegen die EU an
- Trump kündigte eine Untersuchung nach „Section 301“ an, um handelspolitische Gegenmaßnahmen gegen als unfair bewertete EU-Praktiken einzuleiten
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