Gesellschaft: Anerkennung ausländischer Qualifikationen in Erfurt
Erfurt () – Das Thüringer Landesamt für Statistik hat für das Jahr 2025 einen neuen Höchststand bei den Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen gemeldet. Wie die Behörde am Freitag in Erfurt mitteilte, wurden 992 Verfahren abgeschlossen – 70 mehr als im Jahr 2024, was einem Anstieg um 7,6 Prozent entspricht.
In 891 Fällen wurde die vollständige oder eingeschränkte Gleichwertigkeit zu einer in Deutschland erworbenen Berufsqualifikation festgestellt.
Insgesamt gingen im vergangenen Jahr 1.121 Anerkennungsverfahren bei den zuständigen Stellen ein, darunter 869 Anträge für bundesrechtlich geregelte Berufe und 252 Anträge für nach Thüringer Landesrecht geregelte Berufe. Mehr als die Hälfte der Anträge (56,4 Prozent) stammte von Frauen.
Bei 31 Prozent der abgeschlossenen Verfahren (308) wurde die ausländische Berufsausbildung vollständig anerkannt, bei weiteren 56,4 Prozent (559) wurden Auflagen für Ausgleichsmaßnahmen erteilt. Negativ entschieden wurde in 101 Fällen (10,2 Prozent).
Den größten Anteil der Anerkennungsverfahren machten mit 66,7 Prozent (748 Verfahren) die medizinischen Gesundheitsberufe aus, gefolgt von lehrenden und ausbildenden Berufen mit 15,7 Prozent (176 Verfahren).
Betrachtet nach der Herkunft der Abschlüsse stammten 14,5 Prozent aus der EU, 36,4 Prozent aus dem übrigen Europa und 49 Prozent aus außereuropäischen Ländern. Darunter entfielen 357 Verfahren auf in Asien erworbene Abschlüsse, was einem Anteil von 31,8 Prozent entspricht.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- In Thüringen wurden 2025 insgesamt 992 Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsqualifikationen abgeschlossen, 70 mehr als 2024 (+7,6 Prozent)
- In 1.121 Verfahren wurden Abschlüsse geprüft: 891-mal wurde eine vollständige oder eingeschränkte Gleichwertigkeit festgestellt
- 66,7 Prozent der Verfahren entfielen auf medizinische Gesundheitsberufe (748), in 31 Prozent wurde vollständig anerkannt und in 10,2 Prozent negativ entschieden
Warum ist das wichtig?
- Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsqualifikationen erreichen 2025 einen Höchststand mit 992 abgeschlossenen Fällen und zeigen damit steigenden Bedarf und Fortschritt bei der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt
- In den meisten Fällen wird Gleichwertigkeit festgestellt oder durch Auflagen ausgeglichen, was die schnelle Arbeitsaufnahme in den medizinischen Gesundheitsberufen und anderen Berufsgruppen unterstützt
- Die Ergebnisse (z. B. 31% vollständige Anerkennung und 10,2% negative Entscheidungen) liefern wichtige Planungs- und Steuerungsdaten für Politik und zuständige Stellen zur Verbesserung des Anerkennungsverfahrens
Wer ist betroffen?
- Personen mit ausländischen Berufsqualifikationen, die in Thüringen ein Anerkennungsverfahren beantragen bzw. durchlaufen
- Antragstellerinnen (56,4 Prozent der Anträge)
- Bewerber für Anerkennung in medizinischen Gesundheitsberufen (66,7 Prozent der Verfahren)
Zahlen/Fakten?
- 992 abgeschlossene Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen in 2025; 70 mehr als 2024 (Anstieg um 7,6 Prozent)
- 1.121 eingegangene Anerkennungsverfahren insgesamt; 891 Gleichwertigkeit festgestellt; 308 vollständige Anerkennung (31 Prozent) und 559 Auflagen (56,4 Prozent)
- 748 medizinische Gesundheitsberufe (66,7 Prozent); 357 Abschlüsse aus Asien (31,8 Prozent)
Wie geht’s weiter?
- 992 abgeschlossene Anerkennungsverfahren für 2025, 70 mehr als 2024
- In 31 Prozent vollständige Anerkennung und in 56,4 Prozent Auflagen für Ausgleichsmaßnahmen
- Thüringen verzeichnet zudem 1.121 eingegangene Anträge im Jahr 2025, davon 891 Anerkennungen mit Gleichwertigkeit
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