Wirtschaft: EU verhängt Strafe gegen Google
Berlin () – Die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Ramona Pop, hat die gegen Google verhängte Milliardenstrafe begrüßt.
„Es ist eine gute Nachricht, dass die EU-Kommission endlich handelt und europäisches Recht durchsetzt“, sagte sie. „Google darf seine Marktmacht nicht missbrauchen.“ Wenn Google in der Suchmaschine die eigenen Dienste bevorzuge, schade das nicht nur den Wettbewerbern, sondern führe auch zu weniger Wahlfreiheit, schlechteren Angeboten und höheren Preisen für die Verbraucher.
Die EU-Kommission hat Google wegen Verstößen gegen das Gesetz über digitale Märkte (DSA) mit Geldbußen in Höhe von insgesamt 890 Millionen Euro belegt. Die Brüsseler Behörde teilte am Donnerstag mit, dass Google seine eigenen Dienste in der Google-Suche bevorzuge und Beschränkungen für Unternehmen eingeführt habe, die Verbraucher zu alternativen Kaufkanälen auf Google Play führten.
In einer ersten Entscheidung wurde Google eine Geldbuße auferlegt, weil es seine eigenen Dienstleistungen, wie Einkaufs-, Hotel-, Transport- und Sportergebnisse, in der Google-Suche bevorzugt behandelt haben soll. Die Kommission stellte fest, dass Google seine eigenen Dienste prominenter in den Suchergebnissen anzeigt, während ähnliche Dienste von Drittanbietern nicht die gleiche Bedeutung erhalten.
Die zweite Entscheidung betrifft eine Geldbuße, die Google für die Einschränkung von App-Entwicklern auferlegt wurde. Diese sollten in der Lage sein, Kunden über alternative Angebote zu informieren und zu leiten. Google soll App-Entwickler jedoch daran gehindert haben, Angebote frei zu kommunizieren und Verträge mit Nutzern in Vertriebskanälen ihrer Wahl abzuschließen.
Die Kommission hat Google angewiesen, die Nichteinhaltung innerhalb von 60 Tagen zu beenden und Maßnahmen zu ergreifen, um die Dienste von Drittanbietern fair zu behandeln und App-Entwicklern mehr Freiheit zu gewähren. Andernfalls riskiert der Konzern Zwangsgelder in Höhe von bis zu fünf Prozent seines weltweiten Gesamtumsatzes.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Google (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Die EU-Kommission hat Google wegen Verstößen gegen das Gesetz über digitale Märkte (DSA) mit Geldbußen von insgesamt 890 Millionen Euro belegt
- Google wurde dafür sanktioniert, eigene Dienste in der Google-Suche zu bevorzugen sowie Beschränkungen einzuführen, die App-Entwicklern die freie Kommunikation alternativer Angebote und die Wahl von Vertriebskanälen erschweren
- Google muss die Verstöße binnen 60 Tagen beenden; andernfalls drohen Zwangsgelder bis zu 5 Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes
Warum ist das wichtig?
- Europäisches Recht wird durchgesetzt und Googles Missbrauch seiner Marktmacht unterbunden
- Weniger Bevorzugung eigener Dienste verbessert Wettbewerb und Wahlfreiheit für Verbraucher
- Fairere Behandlung von Drittanbietern und mehr Freiheit für App-Entwickler kann zu besseren Angeboten und niedrigeren Preisen führen
Wer ist betroffen?
- Verbraucher, weil Google weniger Wahlfreiheit, schlechtere Angebote und höhere Preise verursachen kann
- Wettbewerber bzw. Drittanbieter, deren Dienste in der Google-Suche weniger prominent angezeigt werden
- App-Entwickler, denen die freie Kommunikation alternativer Angebote und die Wahl der Vertriebskanäle eingeschränkt wurden
Zahlen/Fakten?
- Geldbußen in Höhe von insgesamt 890 Millionen Euro
- Maßnahmen zur Beendigung der Nichteinhaltung innerhalb von 60 Tagen
- Zwangsgelder bis zu 5 Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes
Wie geht’s weiter?
- Google muss die Verstöße gegen den Digital Markets Act innerhalb von 60 Tagen beenden
- Google soll Drittanbieter fairer behandeln und App-Entwicklern mehr Freiheit geben, alternative Angebote zu kommunizieren und Kunden zu eigenen Vertriebskanälen zu leiten
- Bei Nichteinhaltung drohen Zwangsgelder von bis zu fünf Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes von Google
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