Wirtschaft in Frankfurt: Dax rutscht
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Donnerstag nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag weiter im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.000 Punkten berechnet, dies entspricht einem Minus von 0,6 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Daimler Truck, Rheinmetall und BASF, am Ende Infineon, die Commerzbank und Symrise.
„Die Investoren werden zunehmend mit immer neuen Handelsimpulsen und Daten zugeschüttet“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. „So spielen derzeit nicht nur die Quartalszahlen von Alphabet, Tesla, IBM und Servicenow wichtigen Rollen, sondern auch die von unter anderem Traton, Deutsche Börse, Nestle, Roche und Givaudan.“ Die Abstrahleffekte in den einzelnen Branchen und Sektoren ließen sich am Donnerstag sehr gut erkennen und würden lediglich durch die Zweitrundeneffekte der höheren Energiepreise auf die Rohstoffunternehmen überstrahlt.
„In wenigen Stunden werden die Aussagen und die Zinsentscheidung der EZB das ganze Handelssentiment noch einmal übertünchen und eventuell neu einfärben“, so Lipkow. Es werde zwar mit keiner Zinsanhebung im Juli gerechnet, dennoch seien die Aussagen zu der Inflationseinschätzung in der EWU maßgeblich.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1410 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8764 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 98,28 US-Dollar; das waren 4,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Der Dax blieb am Donnerstag nach schwachem Start bis zum Mittag im roten Bereich und lag gegen 12:30 Uhr bei rund 25.000 Punkten, etwa 0,6 Prozent im Minus
- Mehrere Quartalszahlen von Unternehmen wie Alphabet, Tesla, IBM und Servicenow sowie weiterer Konzerne beeinflussten die Stimmung, während in wenigen Stunden Aussagen und die Zinsentscheidung der EZB das Sentiment nochmals überdecken könnten
- Der Euro stieg leicht an (1 Euro = 1,1410 US-Dollar) und der Ölpreis zog deutlich an (Brent 98,28 US-Dollar, plus 4,5 Prozent)
Warum ist das wichtig?
- Konkrete EZB-Zinsentscheidung und Aussagen zur Inflation können das Börsensentiment kurzfristig stark beeinflussen und Märkte neu ausrichten
- Viele Quartalszahlen mehrerer Großkonzerne liefern laufend Handelsimpulse und verstärken Bewegungen zwischen Branchen
- Steigende Energiepreise und der höhere Ölpreis wirken als Zweitrundeneffekte belastend für Rohstoffunternehmen und überlagern andere Brancheneffekte
Wer ist betroffen?
- Investoren an der Börse in Frankfurt
- Anleger in den genannten Unternehmen und Branchen (z.B. Alphabet, Tesla, IBM, Servicenow sowie Traton, Deutsche Börse, Nestle, Roche, Givaudan)
- Unternehmen im Dax-Kursverlauf, insbesondere am Spitzen- und Schlussbereich (Daimler Truck, Rheinmetall, BASF; Infineon, Commerzbank, Symrise)
Zahlen/Fakten?
- Dax bei rund 25.000 Punkten; minus 0,6 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag
- 1 Euro = 1,1410 US-Dollar; 1 US-Dollar = 0,8764 Euro
- Brent-Öl: 98,28 US-Dollar pro Fass; 4,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags
Wie geht’s weiter?
- In wenigen Stunden könnten die Aussagen und die Zinsentscheidung der EZB das Handelssentiment neu einfärben
- Der Markt bleibt zunächst durch Quartalszahlen und neue Daten geprägt
- Ölpreisentwicklung und Inflationseinschätzung könnten weiterhin Einfluss auf Branchen und Kurse haben
- Hubig begrüßt Wechsel von Warken ins Kanzleramt - 23. Juli 2026
- Regensburg: SEK nimmt Tatverdächtigern nach Messerangriff fest - 23. Juli 2026
- Messerangriff in Regensburger Bankfiliale: Tatverdächtiger festgenommen - 23. Juli 2026
