Millionenschaden: Anklage gegen Reinigungsfirma in Regensburg

23. Juli 2026
1 min Lesezeit

: Ermittlungen im Sozialversicherungsbetrug

Regensburg () – Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat Anklage gegen drei Beschuldigte im Zusammenhang mit dem Betrieb einer Gebäudereinigungsfirma erhoben. Das teilte das Landgericht Regensburg am Donnerstag mit.

Ihnen wird vorgeworfen, über Jahre hinweg Sozialversicherungsbeiträge in Millionenhöhe vorenthalten zu haben.

Die Ermittlungen ergaben einen Gesamtschaden von rund 2,5 Millionen Euro.

Laut Anklageschrift sollen der 38-jährige Christopher D. und der 40-jährige Thomas A. sowie die 59-jährige Doris W. als faktische Geschäftsführer der Firma „C.D.H. Gebäudereinigung“ gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, zwischen April 2018 und Dezember 2021 in 580 Fällen die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden von mindestens 200 Mitarbeitern manipuliert und gegenüber den Sozialversicherungsträgern zu geringe Löhne gemeldet zu haben.

Dadurch seien Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung in Höhe von insgesamt 2.525.471,01 Euro vorenthalten worden.

Die Angeklagten müssen sich nun wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in teils bandenmäßiger Begehungsweise verantworten. Die Staatsanwaltschaft beantragt die Eröffnung des Hauptverfahrens vor dem Landgericht Regensburg.

Gegen alle drei Angeklagten wird zudem die Einziehung von Wertersatz in Höhe des entstandenen Schadens angeordnet.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Polizei (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Millionenschaden: Anklage gegen Reinigungsfirma in Regensburg

Bayern - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat Anklage gegen drei Beschuldigte im Zusammenhang mit dem Betrieb einer Gebäudereinigungsfirma erhoben
  • Ihnen wird vorgeworfen, zwischen April 2018 und Dezember 2021 in 580 Fällen Arbeitsstunden manipuliert und zu geringe Löhne gemeldet zu haben, wodurch Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro vorenthalten worden sein sollen
  • Das Hauptverfahren soll eröffnet werden; zudem soll Wertersatz in Höhe des entstandenen Schadens eingezogen werden

Warum ist das wichtig?

  • Millionenhohe Sozialversicherungsbeiträge wurden über Jahre vorenthalten, was die Finanzierung von Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung beeinträchtigt
  • Manipulierte Arbeitszeiterfassung und zu geringe Lohnmeldungen zeigen einen systematischen Betrug und mindern die korrekte Beitragsleistung der Beschäftigten
  • Die Einleitung des Hauptverfahrens und die geplante Einziehung von Wertersatz sollen die rechtswidrige Handlung ahnden und abschrecken

Wer ist betroffen?

  • Christopher D. (38)
  • Thomas A. (40)
  • Doris W. (59)

Zahlen/Fakten?

  • Gesamtschaden rund 2,5 Millionen Euro
  • Vorenthaltene Sozialversicherungsbeiträge 2.525.471,01 Euro
  • Vorwürfe zwischen April 2018 und Dezember 2021 in 580 Fällen

Wie geht’s weiter?

  • Die Hauptverhandlung soll vor dem Landgericht Regensburg eröffnet werden
  • Die Angeklagten müssen sich wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt verantworten
  • Die Einziehung von Wertersatz in Höhe des Schadens (2.525.471,01 Euro) wird angeordnet
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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