Fußball-WM: Kritik aus der Politik
Berlin () – Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Aydan Özoguz, hat massive Kritik an der zurückliegenden Fußball-Weltmeisterschaft geübt und für das nächste Turnier Korrekturen gefordert.
„Diese Fußball-WM hat aus sportlicher Sicht mit Spanien einen verdienten Sieger gefunden“, sagte die SPD-Politikerin dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgabe). „Die Fans haben die Straßen der Spielorte zu Festmeilen gemacht. Der Fußball übt noch immer weltweit Faszination aus“, so Özoguz. „Aus sportpolitischer Sicht allerdings war die WM sehr fragwürdig. Die Two-Man-Show von Trump und Infantino hat dem Sport geschadet.“
Während der WM hätten die USA den Iran bombardiert und die Spieler zunächst nicht einmal am Spielort übernachten lassen, so Özoguz weiter. Es sei mit der Einreiseverweigerung für einen Schiedsrichter und für Fans weitergangen, habe einen traurigen Höhepunkt in dem „absurden Theater um die Rücknahme einer roten Karte“ gefunden und sei mit einem US-Präsidenten geendet, der erst nach wiederholter Aufforderung das Siegerpodest verlassen habe.
Infantino wiederum habe sehr deutlich werden lassen, dass ihm die Einnahmen wichtiger gewesen seien als die Spiele selbst, sagte die SPD-Politikerin. Dafür seien sogar Trinkpausen und eine uferlose Halbzeitpause in Kauf genommen worden.
„Veränderungen muss es immer geben, die Qualität des Sports sollte aber nicht darunter leiden – im Gegenteil“, so Özoguz. „Trump und Infantino, Brüder im Geiste bei Macht und Show, haben der WM leider einen Stempel aufgedrückt, den die Fans mit Pfiffen und Buhrufen quittierten – zu Recht.“
In Bezug auf die Zukunft sagte sie, der Fußball müsse das Hauptgeschehen bleiben. „Showeinlagen – meinetwegen, aber bitte nicht mitten im Spiel. Auf zusätzliche Werbe(trink)pausen können wir verzichten“, so die SPD-Politikerin. „Und die Ticketpreise müssen wieder erschwinglich werden. Fußball war nie nur ein Elitensport, und das sollte so bleiben.“ Spanien, Portugal und Marokko könnten 2030 zeigten, dass man es besser machen könne, so Özoguz. „Aber sie werden die schwere Aufgabe haben, die Fifa und ihren Präsidenten bremsen zu müssen.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Public Viewing zur Fußball-WM (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sport - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Aydan Özoguz kritisiert die zurückliegende Fußball-Weltmeisterschaft und fordert für das nächste Turnier Korrekturen
- Sie macht insbesondere die von Trump und Infantino geprägte Einflussnahme sowie angeblich fragwürdige Entscheidungen während der WM verantwortlich
- Für die Zukunft fordert sie, dass der Fußball als Hauptgeschehen im Vordergrund steht, ohne Trink-/Werbepausen und mit wieder erschwinglichen Ticketpreisen
Warum ist das wichtig?
- Die WM habe dem Sport geschadet durch Einfluss von Trump und Infantino sowie übermäßige Show- und Machtinszenierung statt Qualität
- Für das nächste Turnier werden Korrekturen gefordert wie weniger störende Einlagen im Spiel und Verzicht auf zusätzliche Werbe-/Trinkpausen
- Ticketpreise sollen wieder erschwinglich werden, damit Fußball kein Elitensport bleibt
Wer ist betroffen?
- Aydan Özoguz, Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses
- Fans der Fußball-WM
- Fußballspieler und Schiedsrichter
Zahlen/Fakten?
- Kritik an der Fußball-Weltmeisterschaft durch Aydan Özoguz mit Forderung nach Korrekturen für das nächste Turnier
- Spanien als verdienter Sieger; Fans machten die Straßen der Spielorte zu Festmeilen
- Kritik an „Two-Man-Show“ von Trump und Infantino; Trinkpausen/uferlose Halbzeitpause sowie erschwingliche Ticketpreise gefordert; Hinweis auf Turnier 2030 mit Spanien, Portugal und Marokko
Wie geht’s weiter?
- Trump und Infantino sollen bei künftigen Entscheidungen weniger Einfluss haben, damit der Sport nicht durch Macht- und Showelemente geschädigt wird
- Künftige WM soll das Hauptgeschehen bleiben: weniger Showeinlagen, keine zusätzlichen Werbe-/Trinkpausen mitten im Spiel
- Ticketpreise sollen wieder erschwinglich werden, damit Fußball kein Elitensport bleibt
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