Gesellschaft: Rückgang von Kinderhaushalten in Berlin
Berlin () – Die Zahl der Privathaushalte in Berlin ist zum Jahresende 2025 leicht gestiegen, doch die Anzahl der Haushalte mit Kindern hat erneut abgenommen. Das hat das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Mittwoch mitgeteilt.
Demnach gab es am 31. Dezember 2025 rund 2,23 Millionen Privathaushalte in der Hauptstadt.
Während die Berliner Haushalte insgesamt um 0,7 % sowie die Berliner Haushalte ohne Kinder um 0,9 % zum Vorjahr 2024 zugenommen haben, nahm die Zahl der Haushalte mit Kindern um 0,3 % ab. In rund 376.000 Haushalten lebten Erwachsene mit ledigen Kindern unter 18 Jahren zusammen – knapp jeder sechste Haushalt (16,9 %) war 2025 somit ein Familienhaushalt.
Die meisten Haushalte mit Kindern lagen in den Berliner Randbezirken Marzahn-Hellersdorf (20,7 %), Spandau (19,8 %), Pankow (18,6 %) sowie Treptow-Köpenick und Lichtenberg mit je 18,5 %. Charlottenburg-Wilmersdorf lag mit einem Anteil von 13,6 % deutlich unter dem berlinweiten Durchschnitt.Ein-Personen-Haushalte dominierten die Berliner Haushaltsstruktur und machten über die Hälfte aller Haushalte aus (56,8 %).
Knapp jeder sechste Haushalt war ein Familienhaushalt.
Gegenüber dem Vorjahr 2024 stieg die Zahl der Privathaushalte in Berlin um 0,7 %. Die Zahl der Ein-Personen-Haushalte stieg um 1,3 % auf 1,27 Millionen an. Gleichzeitig sank die Zahl der Zwei-Personen-Haushalte (–0,3 %) sowie die Zahl der Haushalte mit 4 und mehr Personen (–0,1 %).
Der Rückgang von Mehrpersonenhalten wirkte sich auch auf die durchschnittliche Haushaltsgröße in der Hauptstadt aus. Diese sank von 1,77 auf 1,76 Personen.
In den 1,27 Millionen Ein-Personen-Haushalten waren mehr als ein Viertel der Personen (27,1 %) älter als 64 Jahre und 17,4 % unter 30 Jahre alt.
Beide Altersgruppen teilten sich in der Stadt wie folgt auf: Ältere Singlehaushalte dominierten in den westlichen Randregionen, während im Zentrum vorrangig Ein-Personen-Haushalte der unter 30-Jährigen zu finden waren.
Im Bezirk Mitte (21,7 %) gab es die meisten Planungsräume mit anteilig vielen jungen Singlehaushalten: In der Heidestraße am Hauptbahnhof waren 32,4 % aller Ein-Personen-Haushalte im Alter von unter 30 Jahren. Anders sah es in den Planungsräumen der Bezirke Spandau (33,3 %), Reinickendorf (33,5 %) und Steglitz-Zehlendorf (38,7 %) aus, dort fanden sich anteilig die meisten Singlehaushalte im Alter ab 65 Jahren.
Im Planungsraum Krumme Lanke am südwestlichen Rand von Berlin waren mehr als die Hälfte (52,4 %) der Personen in Singlehaushalten 65 Jahre und älter sowie 9,9 % unter 30 Jahre alt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Mutter mit Kinderwagen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Berlin - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Die Zahl der Privathaushalte in Berlin ist zum Jahresende 2025 leicht gestiegen, auf rund 2,23 Millionen
- Die Anzahl der Haushalte mit Kindern ist dagegen erneut gesunken, auf rund 376.000 Haushalte
- Ein-Personen-Haushalte nahmen zu, während Zwei-Personen-Haushalte sowie Haushalte mit 4 und mehr Personen zurückgingen
Warum ist das wichtig?
- Zeigt, dass zwar die Gesamtzahl der Privathaushalte in Berlin leicht steigt, aber Haushalte mit Kindern erneut abnehmen, was für Familienplanung und Infrastruktur relevant ist
- Liefert Kennzahlen zur Haushaltsstruktur (zunehmende Ein-Personen-Haushalte, sinkende Mehrpersonenhaushalte) und zur durchschnittlichen Haushaltsgröße als Grundlage für kommunale Entscheidungen
- Macht alters- und regionsbezogene Unterschiede bei Singlehaushalten sichtbar, die für Sozial- und Wohnraumpolitik in unterschiedlichen Bezirken wichtig sind
Wer ist betroffen?
- Erwachsene mit ledigen Kindern unter 18 Jahren in rund 376.000 Haushalten
- Ein-Personen-Haushalte, insbesondere Personen über 64 Jahre (27,1 %) und unter 30 Jahre (17,4 %)
Zahlen/Fakten?
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- Dezember 2025: rund 2,23 Millionen Privathaushalte in Berlin; 376.000 Haushalte mit Erwachsenen und ledigen Kindern unter 18 Jahren; 16,9 % Familienhaushalte
- Veränderung zum Vorjahr 2024: Privathaushalte +0,7 %; Haushalte ohne Kinder +0,9 %; Haushalte mit Kindern −0,3 %; Ein-Personen-Haushalte +1,3 % auf 1,27 Millionen
- Haushaltsgröße: von 1,77 auf 1,76 Personen; Ein-Personen-Haushalte: 27,1 % Personen älter als 64 Jahre; 17,4 % unter 30 Jahre
Wie geht’s weiter?
- Zum Jahresende 2025 gibt es in Berlin rund 2,23 Millionen Privathaushalte, insgesamt +0,7 % gegenüber 2024
- Haushalte mit Kindern sind erneut gesunken: -0,3 % auf rund 376.000 Haushalte, Familienhaushalte machen 16,9 % aus
- Ein-Personen-Haushalte steigen weiter: +1,3 % auf 1,27 Millionen, während die durchschnittliche Haushaltsgröße leicht von 1,77 auf 1,76 sinkt
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