Röttgen warnt deutsche Drohnenforscher vor Hilfe für Russland

20. Juli 2026
1 min Lesezeit

Panorama: Wissenschaft und Drohnen in

Berlin () – Unionsfraktionsvize Norbert Röttgen (CDU) hat die regelmäßigen Treffen deutscher Drohnenforscher mit Wissenschaftlern aus und Russland scharf kritisiert.

Angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die und der chinesischen Unterstützung Russlands halte er es für grob fahrlässig, wenn deutsche Wissenschaftler zum Zweck des Wissenstransfers mit chinesischen und russischen Institutionen kooperierten, sagte Röttgen dem „Handelsblatt“. China und Russland würden schon länger nicht mehr zwischen Technologien trennen, die auch militärisch oder ausschließlich zivil genutzt werden könnten. In beiden Ländern werde jede zivile Technologie auch auf ihren militärischen Nutzen geprüft und entsprechend verwendet. Daher sei jeder Wissensaustausch auch eine Unterstützung der russischen und chinesischen Rüstungsindustrie.

Hintergrund sind Recherchen des „Handelsblatts“, wonach Drohnenforscher der Technischen Universität (TUM) regelmäßig an der internationalen Luft- und Raumfahrtkonferenz „Icasse“ mit Wissenschaftlern aus China und Russland teilnehmen. Ende vergangener Woche fand die Konferenz in Hongkong statt. Es ging um Luft- und Raumfahrttechnologien mit Dual-Use-Potenzial, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Diskutiert wurde auch über Drohnen, autonome Flugsysteme, Satellitennavigation, Hyperschalltechnologien, Triebwerke und Künstliche Intelligenz.

Röttgen sagte, die Freiheit von Wissenschaft und Lehre sei in zwar ein hohes Gut. Das gelte aber genauso für die Wahrung des Friedens und die Sicherheit Deutschlands. Darum müsse jede, auch wissenschaftliche, Aktivität, die dazu geeignet sei, in diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg oder bei Kriegsverbrechen gegen die ukrainische Zivilbevölkerung eingesetzt zu werden, unterbleiben. Gefordert sei zunächst die TU München. Notfalls müssten die jeweilige Landesregierung oder die Bundesregierung sicherstellen, dass jede auch mittelbare Unterstützung rechtswidriger Kriegshandlungen oder gar Kriegsverbrechen unterbunden werde.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Norbert Röttgen (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Röttgen warnt deutsche Drohnenforscher vor Hilfe für Russland

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Norbert Röttgen kritisiert regelmäßige Treffen deutscher Drohnenforscher mit Wissenschaftlern aus China und Russland scharf
  • Er hält Wissenstransfers mit chinesischen und russischen Institutionen angesichts des Ukrainekriegs für grob fahrlässig und als Unterstützung der Rüstungsindustrie
  • Recherchen zeigen, dass Drohnenforscher der TU München regelmäßig an der Konferenz „Icasse“ mit Teilnehmenden aus China und Russland zu Dual-Use-Technologien wie Drohnen und Künstlicher Intelligenz teilnehmen

Warum ist das wichtig?

  • Kooperation deutscher Drohnenforscher mit chinesischen und russischen Institutionen ist laut Röttgen wegen Dual-Use-Technologien eine Unterstützung der russischen und chinesischen Rüstungsindustrie
  • Angesichts des Angriffskriegs gegen die Ukraine müsse wissenschaftlicher Wissensaustausch unterbleiben, wenn er für rechtswidrige Kriegshandlungen oder Kriegsverbrechen gegen ukrainische Zivilisten nutzbar ist
  • Gefordert wird, dass insbesondere die TU München Maßnahmen ergreift, notfalls sollen Landes- oder Bundesregierungen sicherstellen, dass auch mittelbare Unterstützung solcher Handlungen verhindert wird

Wer ist betroffen?

  • Deutsche Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM)
  • Wissenschaftler aus China und Russland, die an der Konferenz „Icasse“ mit Drohnenforschern zusammentreffen

Zahlen/Fakten?

  • Regelmäßige Treffen deutscher Drohnenforscher mit Wissenschaftlern aus China und Russland; Kooperation der TUM-Wissenschaftler mit der Konferenz „Icasse“
  • Konferenz „Icasse“ Ende vergangener Woche in Hongkong; Thema Luft- und Raumfahrttechnologien mit Dual-Use-Potenzial
  • Diskutierte Themen: Drohnen, autonome Flugsysteme, Satellitennavigation, Hyperschalltechnologien, Triebwerke, Künstliche Intelligenz

Wie geht’s weiter?

  • Röttgen fordert die TU München auf, die Kooperation der Drohnenforscher mit chinesischen und russischen Institutionen zur Vermeidung von Wissenstransfer mit Dual-Use-Potenzial zu beenden
  • Notfalls sollen Landesregierung oder Bundesregierung sicherstellen, dass jede (auch mittelbare) Unterstützung rechtswidriger Kriegshandlungen unterbleibt
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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