Politik: Entschuldigung im Ahrtal
Bad Neuenahr-Ahrweiler () – Fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal hat Ministerpräsident Gordon Schnieder ein Versagen des Staates eingeräumt und sich bei den Betroffenen entschuldigt. Das hat die Staatskanzlei in Mainz mitgeteilt.
Bei einer Gedenkveranstaltung in Bad Neuenahr-Ahrweiler sagte Schnieder, der Staat habe sein Versprechen, die Bürger zu schützen, nicht eingehalten. „Es war Fehlbarkeit, die dazu führte, dass das Ahrtal nicht auf diese Flutkatastrophe vorbereitet war“, so der Ministerpräsident. Er versprach, die Region weiterhin zu unterstützen, sowohl bei psychosozialen Hilfen als auch beim sichtbaren Wiederaufbau.
Gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz und der stellvertretenden Ministerpräsidentin Sabine Bätzing-Lichtenthäler informierte sich Schnieder im Kurpark über den Stand des Wiederaufbaus und sprach mit jungen Ehrenamtlichen sowie Gewerbetreibenden.
Bei der anschließenden öffentlichen Gedenkveranstaltung gedachten sie der 136 Todesopfer in Rheinland-Pfalz. Bundeskanzler Merz würdigte die bedingungslose Hilfsbereitschaft und das stärkende Miteinander, das die Katastrophe hervorgebracht habe. „In Deutschland reichen wir uns die Hände zur Hilfe – und gehen gemeinsam nach vorne“, betonte Merz.
Bürgermeister Pascal Rowald eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort und einer Gedenkminute.
Er zeigte sich dankbar für die anhaltende Unterstützung von Kreis, Land und Bund. Die stellvertretende Ministerpräsidentin Bätzing-Lichtenthäler würdigte die Rettungskräfte als „wahre Helden dieser Flut“.
Wiederaufbaubeauftragte Vanessa Fischer zog eine positive Zwischenbilanz: Brücken seien wieder befahrbar, Häuser neu errichtet und Betriebe zurück am Markt. „Wir bauen nicht nur wieder auf, wir bauen ein Ahrtal, das für die Zukunft gerüstet ist“, sagte Fischer.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Gordon Schnieder am 10.07.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Rheinland-Pfalz - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal hat Ministerpräsident Gordon Schnieder ein Versagen des Staates eingeräumt und sich bei den Betroffenen entschuldigt
- Er und weitere Politiker informierten sich bei einer Gedenkveranstaltung über den Stand des Wiederaufbaus und sagten weitere Unterstützung für psychosoziale Hilfen und den Wiederaufbau zu
- Wiederaufbaubeauftragte Vanessa Fischer berichtete, dass Brücken wieder befahrbar, Häuser neu errichtet und Betriebe wieder am Markt seien
Warum ist das wichtig?
- Das Eingeständnis staatlichen Versagens und die Entschuldigung zeigen Verantwortung und können Vertrauen bei Betroffenen stärken
- Der zugesagte weitere Support bei psychosozialen Hilfen und dem Wiederaufbau macht Hilfe auch langfristig relevant
- Die Zwischenbilanz zum Wiederaufbau (wieder befahrbare Brücken, neu errichtete Häuser, zurückkehrende Betriebe) ist wichtig als sichtbarer Fortschritt für die Region
Wer ist betroffen?
- Betroffene der Flutkatastrophe im Ahrtal (Bürgerinnen und Bürger)
- 136 Todesopfer in Rheinland-Pfalz
- junge Ehrenamtliche sowie Gewerbetreibende in der Region Ahrtal
Zahlen/Fakten?
- Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal
- 136 Todesopfer in Rheinland-Pfalz
Wie geht’s weiter?
- Ministerpräsident Gordon Schnieder entschuldigt sich für das staatliche Versagen und verspricht weitere Unterstützung beim psychosozialen Wiederaufbau und sichtbaren Wiederaufbau
- Wiederaufbaubeauftragte Vanessa Fischer berichtet positive Zwischenbilanz mit wieder befahrbaren Brücken, neu errichteten Häusern und zurückkehrenden Betrieben
- Bundeskanzler Friedrich Merz und die Landesregierung bekräftigen Unterstützung und „gemeinsam nach vorne“ für die Region
- Großaufgebot der Polizei in Würzburg nach Schusswaffengebrauch - 14. Juli 2026
- Zug evakuiert nach Unfall am Bahnübergang in Wehdel - 14. Juli 2026
- SEK-Einsatz in Ellwangen nach Bedrohung durch 20-Jährigen - 14. Juli 2026
