SPD-Politikerin Moll: Tabaksteuer bringt Raucher nicht zum Aufhören

13. Juli 2026
1 min Lesezeit

Politik: Tabaksteuer in

Berlin () – Die SPD-Gesundheitspolitikerin Claudia Moll hält die geplante Erhöhung der Tabaksteuer für nachvollziehbar, bezweifelt aber, dass sie viele Menschen vom Rauchen abbringen wird.

„Leider hat es bei mir nie funktioniert, egal wie teuer die Zigaretten geworden sind“, sagte Moll im Berlin Playbook Podcast des Nachrichtenmagazins POLITICO. Sie bezeichnete sich selbst als „Kampfraucherin“. Sie habe bereits Akupunktur und Hypnose ausprobiert, um mit dem Rauchen aufzuhören. „Als ich da aus der Praxis rauskam, habe ich mir direkt wieder eine angemacht“, sagte sie.

Aus eigener Erfahrung glaubt die Gesundheitspolitikerin nicht, dass höhere Preise das Verhalten vieler Raucher entscheidend verändern. „Egal wie wenig Geld wir hatten, wir haben es uns dann so eingeteilt, dass wir trotzdem weiter geraucht haben“, sagte Moll. Sie befürchte zudem, dass höhere Tabaksteuern den Schwarzmarkt stärken könnten.

Die zusätzlichen Steuereinnahmen würde Moll lieber im Gesundheitswesen als im Bundeshaushalt sehen. „Ich hätte das Geld gerne für die Gesundheit. Nicht für den Haushalt“, sagte sie.

Grundsätzlich hält sie höhere Verbrauchsteuern aber für vertretbar. Auf die Frage, ob dies auch für Alkohol gelten solle, antwortete Moll: „Ja, aber dann alle. Also nicht nur auf Branntwein, sondern auf alles.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Claudia Moll (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

SPD-Politikerin Moll: Tabaksteuer bringt Raucher nicht zum Aufhören

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Die SPD-Gesundheitspolitikerin Claudia Moll hält die geplante Erhöhung der Tabaksteuer für nachvollziehbar, glaubt aber nicht, dass sie viele Menschen vom Rauchen abbringt
  • Sie berichtet aus eigener Erfahrung, dass höhere Zigarettenpreise und Versuche wie Akupunktur und Hypnose nicht geholfen haben, und befürchtet zudem einen stärkeren Schwarzmarkt
  • Sie will die zusätzlichen Steuereinnahmen lieber ins Gesundheitswesen statt in den Bundeshaushalt gelenkt sehen und hält höhere Verbrauchsteuern auch für Alkohol für sinnvoll, aber für alle Produkte

Warum ist das wichtig?

  • Höhere Tabaksteuern könnten zwar nachvollziehbar sein, aber nach Erfahrung von Claudia Moll werden viele Raucher dadurch wohl nicht wirksam vom Rauchen abgehalten
  • Höhere Steuern könnten den Schwarzmarkt stärken und damit unerwünschte Folgen haben
  • Zusätzliche Einnahmen sollten laut Moll vorrangig ins Gesundheitswesen statt in den Bundeshaushalt fließen

Wer ist betroffen?

  • Claudia Moll
  • Raucherinnen und Raucher, die möglicherweise vom Rauchen abgebracht werden sollen
  • Menschen, die durch höhere Tabaksteuern in den Schwarzmarkt ausweichen könnten

Zahlen/Fakten?

  • Erhöhung der Tabaksteuer wird als nachvollziehbar bewertet, aber es wird bezweifelt, dass sie viele Menschen vom Rauchen abbringt
  • Zusätzlich Steuereinnahmen sollen lieber ins Gesundheitswesen als in den Bundeshaushalt fließen
  • Bei Alkohol sollen höhere Verbrauchsteuern für alles gelten, nicht nur für Branntwein

Wie geht’s weiter?

  • Erhöhung der Tabaksteuer hält Claudia Moll für nachvollziehbar, bezweifelt aber, dass sie viele Menschen vom Rauchen abbringt
  • Sie befürchtet stärkeren Schwarzmarkt und will die zusätzlichen Steuereinnahmen lieber im Gesundheitswesen als im Bundeshaushalt verwenden
  • Höhere Verbrauchsteuern hält sie grundsätzlich auch für Alkohol für vertretbar, aber dann für alles und nicht nur einzelne Produkte
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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