18.570 Visa zum Familiennachzug für Schutzberechtigte erteilt

9. Juli 2026
1 min Lesezeit

18.570 Visa zum Familiennachzug für Schutzberechtigte erteilt

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Flüchtlingspolitik in Deutschland 2025-2026

() – Der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten ist seit Juli 2025 ausgesetzt. Trotzdem haben deutsche Behörden von Anfang Januar 2025 bis Ende Mai 2026 insgesamt 18.570 Visa zum Familiennachzug für Angehörige von Schutzberechtigten erteilt. Das geht nach Informationen der „Welt“ aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine AfD-Anfrage an das Bundesinnenministerium hervor.

Für die zehn zahlenstärksten Nationalitäten weist die Bundesregierung 229 Visa für Angehörige von Asylberechtigten aus, 10.241 für Angehörige anerkannter Flüchtlinge und 7.278 für Angehörige subsidiär Schutzberechtigter. Für diese letzte Gruppe ist der Familiennachzug seit Juli 2025 regulär für zwei Jahre ausgesetzt.

Nach Darstellung des Bundesinnenministeriums steht die Zahl nicht im Widerspruch zur Aussetzung. Der größte Teil der Visa sei noch vor Inkrafttreten der Regelung erteilt worden. Hinzu kämen Fälle, in denen Gerichte die Visavergabe erzwangen oder Behörden bereits vor der Gesetzesänderung Zusagen gemacht hätten.

Die größte Herkunftsgruppe stellen Syrer mit rund der Hälfte aller Fälle. Danach folgen türkische Staatsbürger und Afghanen. Seit der Aussetzung werden offenbar nur noch wenige neue Anträge gestellt.

Insgesamt erteilte im Jahr 2025 nach Angaben der Bundesregierung 128.358 Visa zum Familiennachzug für Angehörige von Drittstaatsangehörigen. Darunter fallen neben Schutzberechtigten auch Fachkräfte, Akademiker aus Nicht-EU-Ländern sowie Migranten aus Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union. Der größte Block war der Ehegattennachzug mit 67.831 Visa, weitere 54.882 Visa entfielen auf den Kindernachzug. Bei den Herkunftsländern lagen unter anderem die , , und Kosovo vorn. Bis Ende Mai 2026 kamen weitere 43.739 Visa hinzu.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Flüchtlingslager (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten ist seit Juli 2025 ausgesetzt.
  • Von Januar 2025 bis Mai 2026 wurden 18.570 Visa zum Familiennachzug erteilt.
  • Die meisten Visa wurden vor Inkrafttreten der Regelung erteilt oder durch Gerichtsurteile erzwungen.

Warum ist das wichtig?

  • Einblick in die Anzahl erteilter Visa zum Familiennachzug trotz Aussetzung zeigt aktuelle Migrationsdynamiken.
  • Die Daten verdeutlichen die Herkunftsländer und deren Bedeutung für die deutschen Schutzberechtigten.
  • Bedeutung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Gerichtsurteile auf die Visa-Vergabe.

Wer ist betroffen?

  • Angehörige von subsidiär Schutzberechtigten
  • Angehörige von Asylberechtigten
  • Angehörige anerkannter Flüchtlinge

Zahlen/Fakten?

  • 18.570 Visa zum Familiennachzug von Januar 2025 bis Mai 2026 erteilt
  • 128.358 Visa zum Familiennachzug im Jahr 2025 erteilt
  • 67.831 Visa für Ehegattennachzug und 54.882 Visa für Kindernachzug

Wie geht’s weiter?

  • Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte bleibt bestehen
  • Wahrscheinlich geringe Neuanträge seit der Aussetzung
  • Vorgesehene Gerichtsentscheidungen oder Zusagen könnten weiterhin Visa bewirken
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Don't Miss