NRW verzeichnet Anstieg bei Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsabschlüsse

6. Juli 2026
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NRW verzeichnet Anstieg bei Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsabschlüsse

Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen

() – Im Jahr 2025 ist in die Zahl der bearbeiteten Anträge auf Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen weiter gestiegen. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, wurden im Jahr 2025 insgesamt 23.517 Berufsanerkennungsverfahren bearbeitet.

Das waren 9,1 % mehr als im Vorjahr; damals wurden 21.558 Verfahren in NRW bearbeitet.

Von den 23.517 Anerkennungsverfahren im Jahr 2025 wurden 20.784 und damit die Mehrheit im gleichen Jahr abgeschlossen. Bei 8.841 dieser Verfahren bestätigten die Anerkennungsstellen in NRW die volle Gleichwertigkeit der beruflichen Qualifikation; das waren 42,5 % aller abgeschlossenen Verfahren.

Hinzu kamen in wenigen Fällen sonstige Bescheide mit partiellem oder beschränktem Berufszugang. 7,4 % bzw. 1.527 Verfahren wurden negativ beschieden, sodass die ausländische Berufsqualifikation nicht anerkannt wurde.

In 10.335 Fällen und damit knapp der Hälfte aller abgeschlossenen Verfahren wurden wesentliche Unterschiede des ausländischen Berufsabschlusses zu dem deutschen Referenzberuf festgestellt. Diese Unterschiede können durch Maßnahmen wie eine Kenntnis- bzw. Eignungsprüfung oder einen Anpassungslehrgang ausgeglichen werden.

Im Jahr 2025 wurden mit 7.185 Verfahren die meisten für den Referenzberuf Pflegefachkraft abgeschlossen.

Von diesen wurden 40,4 % positiv beschieden. Bei knapp 60 % der Verfahren wurden Unterschiede des ausländischen Berufsabschlusses zum Referenzberuf festgestellt, sodass eine Ausgleichsmaßnahme auferlegt wurde.

Auf Platz 2 folgte der Referenzberuf Arztmit 4.272 abgeschlossenen Verfahren. Davon wurde nahezu die Hälfte positiv beschieden, während für etwas mehr als die Hälfte eine Ausgleichsmaßnahme bescheinigt wurde.

Mit 1.233 abgeschlossenen Verfahren belegte der Beruf Ingenieur den dritten Platz. Bei diesem Referenzberuf wurden nahezu alle Verfahren positiv beschieden.

Von allen Pflegefachkräften, die einen Antrag auf Anerkennung ihrer ausländischen Berufsqualifikation gestellt haben, hatten die meisten ihren Abschluss in Tunesien, Ägypten oder der erworben.

Bei den Ärzten stammten die meisten Anträge von Personen mit einem in erworbenen Abschluss, gefolgt von den Ausbildungsstaaten Jordanien und Iran. Für den Referenzberuf Ingenieur entfielen die meisten Anträge auf Personen, die ihre Berufsqualifikation in der , der Türkei und Syrien erworben hatten.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundesagentur für Arbeit (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Zahl der bearbeiteten Anträge auf Anerkennung von Berufsqualifikationen in NRW stieg 2025 um 9,1 % auf 23.517.
  • Mehrheit der Verfahren (20.784) wurde im gleichen Jahr abgeschlossen, 42,5 % erhielten volle Gleichwertigkeit.
  • Häufigste Anträge stammten aus Tunesien, Ägypten, Türkei (Pflegefachkraft) und Syrien, Jordanien, Iran (Arzt).

Warum ist das wichtig?

  • Steigende Zahl an anerkannten ausländischen Berufsqualifikationen fördert Integration in den Arbeitsmarkt
  • Positive Bescheide unterstützen Fachkräftemangel durch Anerkennung ausländischer Abschlüsse
  • Unterschiede zwischen ausländischen und deutschen Abschlüssen bieten Möglichkeiten zur Qualifizierung

Wer ist betroffen?

  • Personen mit ausländischen Berufsqualifikationen in den Berufen Pflegefachkraft, Arzt und Ingenieur
  • Antragsteller aus Tunesien, Ägypten, Türkei, Syrien, Jordanien, Iran, Ukraine

Zahlen/Fakten?

  • 23.517 Berufsanerkennungsverfahren in NRW 2025
  • 9,1 % Anstieg gegenüber Vorjahr (21.558 Verfahren)
  • 42,5 % der Verfahren bestätigten volle Gleichwertigkeit der Qualifikation

Wie geht’s weiter?

  • Weiterverarbeitung der Anerkennungsverfahren
  • Durchführung von Ausgleichsmaßnahmen bei festgestellten Unterschieden
  • Fortsetzung der positiven Bescheidpraxis für bestimmte Berufsqualifikationen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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