Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politische Stimmung in Deutschland: Umfrageergebnisse
Berlin () – Laut neuer Infratest-Umfrage kann die AfD ihren Vorsprung in der Wählergunst weiter ausbauen. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union auf 22 Prozent – das ist ein Prozentpunkt weniger als Anfang Juni, so das Ergebnis der Erhebung für den „ARD-Deutschlandtrend“, die am Donnerstagabend veröffentlicht wird.
Die AfD hätte unverändert 27 Prozent in Aussicht und läge damit weiter klar vorn, mit nunmehr fünf Prozentpunkten. Die SPD büßt einen Punkt ein und käme auf 12 Prozent. Die Grünen verbessern sich leicht auf 15 Prozent (+1), die Linke auf 11 Prozent (+1). Die FDP könnte wie im Vormonat mit 4 Prozent rechnen und läge damit unterhalb der Mandatsschwelle. Alle anderen Parteien kommen derzeit zusammen auf 9 Prozent (+/ 0).
Infratest hatte von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.317 Personen für die ARD befragt, also bevor die Bundesregierung an diesem Donnerstagmorgen ihre Reformvorhaben vorgestellt hat.
Mit der Arbeit der Bundesregierung sind aktuell 13 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden (+1); fünf von sechs Deutschen (86 Prozent) sind mit der Arbeit von Union und SPD weniger bzw. gar nicht zufrieden (-1). Mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sind nur noch 13 Prozent zufrieden (-3); 84 Prozent sind mit ihm weniger bzw. gar nicht zufrieden (+2). Das sind die schlechtesten Werte für einen amtierenden Kanzler in der Geschichte des ARD-„Deutschlandtrends“.
Aus dem Bundeskabinett wird weiterhin Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am besten bewertet: 52 Prozent sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden bzw. zufrieden (-2). Mit Außenminister Johann Wadephul (CDU) sind 28 Prozent zufrieden (-2). Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) kommt auf 22 Prozent Zufriedenheit (+1); 58 Prozent sind mit ihm unzufrieden (+/-0).
Mit Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sind weiterhin 21 Prozent zufrieden und 64 Prozent unzufrieden (+1). Parteikollegin und Arbeitsministerin Bärbel Bas kommt unverändert auf 18 Prozent Zufriedenheit; 60 Prozent sind mit ihr unzufrieden (+2). Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) büßt ein (-4) und kommt auf 11 Prozent Zufriedenheit; 63 Prozent sind mit ihr unzufrieden (+6).
Beim Blick auf die Opposition sind 27 Prozent mit der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel zufrieden (+1 im Vgl. zu Mai); 63 Prozent sind mit ihr unzufrieden (-1). Mit der Grünen Parteivorsitzenden Franziska Brantner sind 11 Prozent zufrieden (-1); 32 Prozent sind mit ihr unzufrieden (+3) und eine Mehrheit (57 Prozent) kennt sie nicht bzw. traut sich kein Urteil zu. Die gerade wiedergewählte Linken-Parteivorsitzende Ines Schwerdtner erreicht 9 Prozent Zufriedenheit (+2); 25 Prozent sind mit ihr unzufrieden (+4) und zwei Drittel (66 Prozent) kennen sie nicht bzw. trauen sich kein Urteil zu.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Friedirch Merz und Tino Chrupalla (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- AfD hat in Umfrage 27 Prozent und bleibt vorne.
- Union sinkt auf 22 Prozent, SPD auf 12 Prozent.
- Zufriedenheit mit Kanzler Merz beträgt nur 13 Prozent.
Warum ist das wichtig?
- Wachsende Wählergunst der AfD könnte das politische Gleichgewicht in Deutschland verändern.
- Unzufriedenheit mit der Bundesregierung und Kanzler Merz erreicht historische Höchstwerte.
- Bewertung der Minister zeigt große Unterschiede in der Zustimmung und beeinflusst die öffentliche Wahrnehmung der Regierung.
Wer ist betroffen?
- Wähler der AfD
- Mitglieder der Bundesregierung
- Bürger, die mit der Arbeit der politischen Parteien unzufrieden sind
Zahlen/Fakten?
- Union: 22 Prozent (-1)
- AfD: 27 Prozent (+0)
- SPD: 12 Prozent (-1)
Wie geht’s weiter?
- AfD kann Wählergunst weiter ausbauen
- Unzufriedenheit mit der Bundesregierung wächst
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