Berlin - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik Berlin: Kritik am Schutz queerer Menschen
Berlin () – Der queerpolitische Sprecher der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus, Klaus Lederer, hat dem Senat Versäumnisse beim Schutz queerer Menschen vorgeworfen. Anlass sind gehäufte organisierte Überfälle auf Schwule in Cruising-Gebieten und nach fingierten Dates über die App Grindr.
Der Senat wisse zu den Hintergründen zu wenig und verweise Betroffene lediglich auf Beratungsangebote, kritisierte Lederer am Donnerstag.
Lederer bezog sich auf zwei schriftliche Anfragen, die er an den Senat gestellt hatte. Aus den Antworten gehe hervor, dass die Polizei keine validen Daten zu queerfeindlichen Übergriffen in Parks oder im Zusammenhang mit Dating-Apps habe.
Die Nachverfolgung von Tätern sei laut Senat bei Kontaktanbahnung über Apps wie Grindr „praktisch aussichtslos“. Lederer forderte mehr politischen Druck auf die Plattformbetreiber, um die Strafverfolgung zu erleichtern.
Kritik übte Lederer auch an der geplanten Ausgestaltung des Berliner Gewalthilfegesetzes.
Queere Menschen seien dort nicht als besonders schutzbedürftige Gruppe berücksichtigt. Dies sei „bizarr“ angesichts der EU-weiten Pflicht, bis 2027 auch für queere Gewaltopfer Hilfestrukturen auszubauen.
Der Senat müsse endlich handeln, statt sich nur zu inszenieren, so Lederer.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Parade zum Christopher-Street-Day (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Klaus Lederer kritisiert den Senat für Versäumnisse beim Schutz queerer Menschen.
- Es gab gehäufte Überfälle auf Schwule in Cruising-Gebieten und über Dating-Apps.
- Der Senat hat keine validen Daten zu queerfeindlichen Übergriffen und versäumt Unterstützung für queere Gewaltopfer.
Warum ist das wichtig?
- Schutz queerer Menschen ist in der Gesellschaft essenziell
- Fehlende Daten erschweren die Prävention und Strafverfolgung
- Politischer Druck auf Plattformbetreiber ist notwendig
Wer ist betroffen?
- Queere Menschen
- Opfer von Überfällen in Cruising-Gebieten
- Nutzer von Dating-Apps wie Grindr
Zahlen/Fakten?
- Senat hat keine validen Daten zu queerfeindlichen Übergriffen in Parks oder über Dating-Apps.
- Nachverfolgung von Tätern bei Kontaktanbahnung über Apps wie Grindr als „praktisch aussichtslos“ beschrieben.
- EU-weite Verpflichtung, bis 2027 Hilfestrukturen für queere Gewaltopfer auszubauen.
Wie geht’s weiter?
- Senat muss mehr politische Anstrengungen für Schutz queerer Menschen unternehmen
- Bessere Datenlage zu queerfeindlichen Übergriffen erforderlich
- Anpassung des Gewalthilfegesetzes, um queere Menschen zu berücksichtigen
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