Rheinland-Pfalz - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Inflation in Rheinland-Pfalz sinkt
Bad Ems () – Die Inflation in Rheinland-Pfalz hat sich im Juni abgeschwächt. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilte, lag die Teuerungsrate bei 2,4 Prozent.
Im Mai hatte die Inflationsrate noch bei 2,7 Prozent gelegen.
Der Anstieg der Energiepreise verlangsamte sich im Juni deutlich: Während im April 9,5 Prozent und im Mai 7,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat für Energie bezahlt werden musste, lagen die Energiepreise im Juni um drei Prozent über dem Niveau vom Juni 2025. Die Entwicklung innerhalb dieser Gruppe war im Juni allerdings sehr heterogen: Die stärksten Preissteigerungen gab es bei festen Brennstoffen wie Kohlebriketts, Holzpellets und Brennholz (plus 16,3 Prozent). Zwar hat sich der Preisauftrieb bei Mineralölprodukten zuletzt unter anderem aufgrund der Entspannung auf dem Ölmarkt sowie dem sogenannten Tankrabatt abgeschwächt.
Trotzdem waren Mineralölprodukte spürbar teurer als im Vorjahresmonat (plus zehn Prozent).
Die Preise für Heizöl (einschließlich Betriebskosten) legten um 13,7 Prozent und die Kraftstoffpreise um 8,9 Prozent zu. Für Gas (einschließlich Betriebskosten) musste 0,4 Prozent mehr bezahlt werden als im Juni 2025. Die Preise für Fernwärme blieben nahezu unverändert (minus 0,1 Prozent).
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Teuerungsrate bei plus 2,3 Prozent gelegen.
Nahrungsmittel verteuerten sich binnen Jahresfrist um 1,3 Prozent. Wesentlich tiefer in die Tasche greifen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher beim Kauf von Gemüse (plus 5,6 Prozent).
Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, blieb im Juni unverändert.
Sie belief sich im Juni wie im Mai 2026 auf plus 2,5 Prozent nach plus 2,2 Prozent im April.
Deutliche Unterschiede gab es bei der Entwicklung der Preise für Waren und für Dienstleistungen: Die Preise für Waren erhöhten sich innerhalb eines Jahres um 1,8 Prozent. Demgegenüber legten die Preise für Dienstleistungen überdurchschnittlich um 3,1 Prozent zu.
Im Vergleich zum Vormonat sank der Verbraucherpreisindex im Juni 2026 um 0,2 Prozent.
Dazu trug insbesondere der Preisrückgang im Bereich „Verkehr“ bei (minus 1,9 Prozent). Dahinter folgte die Abteilung „Bekleidung und Schuhe“ mit einem Minus von 1,2 Prozent.
In sieben Abteilungen stiegen die Preise gegenüber dem Vormonat: Der stärkste Anstieg wurde in den Bereichen „Alkoholische Getränke und Tabakwaren“, „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ sowie „Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen“ beobachtet (jeweils plus 0,5 Prozent). In der Abteilung „Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe“ sowie im Bildungswesen blieben die Preise im Durchschnitt konstant.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Tankstelle (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Die Inflation in Rheinland-Pfalz ist im Juni auf 2,4 Prozent gesunken.
- Energiepreise haben sich im Juni um drei Prozent erhöht; Mineralölprodukte sind um zehn Prozent teurer.
- Nahrungsmittelpreise stiegen um 1,3 Prozent, insbesondere Gemüse um 5,6 Prozent.
Warum ist das wichtig?
- Inflationsrate in Rheinland-Pfalz zeigt Rückgang, was Kaufkraft stabilisieren kann
- Preisanpassungen bei Energie und Nahrungsmitteln beeinflussen Lebenshaltungskosten der Verbraucher
- Kerninflationsrate bleibt unverändert, was für wirtschaftliche Planung wichtig ist
Wer ist betroffen?
- Verbraucherinnen und Verbraucher
- Haushalte, die Heizöl und Kraftstoff kaufen
- Nutzer von Dienstleistungen
Zahlen/Fakten?
- Inflationsrate Rheinland-Pfalz im Juni: 2,4 Prozent
- Anstieg der Energiepreise im Juni: 3 Prozent
- Preiserhöhung bei Mineralölprodukten: 10 Prozent
Wie geht’s weiter?
- Preisentwicklung bei Energie und Nahrungsmitteln beobachten
- Weitere Inflationsdaten analysieren
- Mögliche Auswirkungen auf Verbraucherpreise prüfen
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