Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik Berlin: Lindner kritisiert Rentenkommissionsempfehlungen
Berlin () – Der frühere Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) würde ein Gesetzespaket, bestehend aus allen 33 Empfehlungen der Rentenkommission, nicht unterschreiben. Das sagte er dem „Tagesspiegel“.
„Nein, das Ergebnis der Kommission würde ich mir nicht einfach so zu eigen machen“, sagte Lindner. Er kritisiert vor allem die Einbeziehung der Selbstständigen und die Erhöhung der Rentenversicherungsbeiträge durch die Kapitalrente. Die Einbeziehung der Selbstständigen in die gesetzliche Rente werde das Demografieproblem nicht lösen, sondern verschärfen, sagte der ehemalige FDP-Vorsitzende. Zwar komme kurzfristig mehr Geld ins System, später würden aber Anwartschaften fällig.
Anders als Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hält Lindner das Rentenpaket daher auch nicht für ein „Gesamtkunstwerk“. Er würde nicht von einem Kunstwerk sprechen, sagte er. Es sei „ein gutes Werkstück“.
Aus seiner Sicht enthält der Vorschlag der Alterssicherungskommission neben einigen Rückschritten aber auch Impulse für mehr Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Er sei gespannt, was davon am Ende des politischen Prozesses stehen werde, sagte Lindner dem „Tagesspiegel“. Nun wünsche er Freude und Fortune, daraus eine echte Rentenreform zu machen. Ihn selbst reizt die Aufgabe nicht. „Jetzt widme ich mich neuen, spannenden Aufgaben, die mich intellektuell herausfordern.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Christian Lindner (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Christian Lindner würde ein Gesetzespaket der Rentenkommission nicht unterschreiben.
- Er kritisiert die Einbeziehung der Selbstständigen und die Erhöhung der Rentenversicherungsbeiträge.
- Lindner sieht den Vorschlag der Kommission als nicht vollständig gelungen, aber mit Ansätzen für Generationengerechtigkeit.
Warum ist das wichtig?
- Kritische Position zu Rentenkommission empfohlener Gesetzgebung
- Anliegen der generationengerechten und nachhaltigen Rentenreform
- Selbstständige nicht effektiv in gesetzliche Rente integriert
Wer ist betroffen?
- Christian Lindner (FDP)
- Selbstständige
- zukünftige Rentenbezieher
Zahlen/Fakten?
- 33 Empfehlungen der Rentenkommission
- Erhöhung der Rentenversicherungsbeiträge durch Kapitalrente
- Einbeziehung der Selbstständigen in die gesetzliche Rente
Wie geht’s weiter?
- Lindner will das Gesetzespaket der Rentenkommission nicht unterschreiben.
- Er sieht sowohl Rückschritte als auch positive Ansätze für mehr Generationengerechtigkeit.
- Er äußert, dass er sich neuen intellektuellen Herausforderungen widmen will.
