Merz wirbt für Ukraine-Wiederaufbaufonds

25. Juni 2026
1 min Lesezeit

Merz wirbt für Ukraine-Wiederaufbaufonds

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Perspektiven für den Wiederaufbau in Danzig

Danzig () – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat auf der -Wiederaufbaukonferenz im polnischen Danzig für den schon seit Monaten geplanten Wiederaufbaufonds geworben. „In Rom haben wir die Idee eines Europäischen Leitfonds für den Wiederaufbau der Ukraine vorgestellt – heute, hier in Danzig, lösen wir unser Versprechen ein“, sagte Merz am Donnerstag.

, , und sollen 220 Millionen Euro in den Fonds einzahlen, in der Hoffnung, dass weitere Millionen von privaten Investoren fließen. „Mit einem anfänglichen öffentlichen Paket von bis zu 220 Millionen Euro schaffen wir das Vertrauen und den Risikoteilungsmechanismus, den private Investoren jetzt benötigen“, sagte Merz.

Gleichzeitig mahnte der Kanzler in Danzig Reformen in der Ukraine an. „Vertrauen basiert auf starken Institutionen“, sagte der deutsche Kanzler. Kontinuierliche Fortschritte im Kampf gegen Korruption und bei der Stärkung der Rechtsstaatlichkeit seien unerlässlich, um das Vertrauen der Bürger, internationaler Partner und Investoren gleichermaßen zu erhalten.

Der Wiederaufbau der Ukraine gilt als eine der größten wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen Europas seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Schäden durch den russischen Angriffskrieg werden inzwischen auf mehrere hundert Milliarden Euro geschätzt. Öffentliche Hilfen allein dürften nicht ausreichen, um Infrastruktur, Industrie und Energieversorgung des Landes wiederaufzubauen.

Der „European Flagship Fund for the Reconstruction of Ukraine“ wurde erstmals auf der Ukraine Recovery Conference 2025 vorgestellt und soll bis Ende 2026 operativ werden.

Der Fonds unterscheidet sich von klassischen Wiederaufbauprogrammen. Statt Zuschüsse oder Kredite zu vergeben, soll er vor allem als Beteiligungsfonds fungieren. Geplant sind Eigenkapital- und eigenkapitalähnliche Investitionen in strategischen Bereichen der ukrainischen Wirtschaft, darunter Energie, Infrastruktur, Digitalisierung, industrielle Modernisierung, kritische Rohstoffe sowie die Produktion sogenannter Dual-Use-Güter. Das von den Ländern eingezahlte Kapital dient dabei als Risikopuffer, es geht also nur verloren, wenn Investitionen komplett scheitern – dann allerdings zuerst und vor dem privaten Kapital.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Friedrich Merz (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundeskanzler Friedrich Merz wirbt für den Wiederaufbaufonds der Ukraine auf der Konferenz in Danzig.
  • Deutschland, Polen, Italien und Frankreich planen eine Einzahlung von 220 Millionen Euro in den Fonds.
  • Merz fordert Reformen in der Ukraine zur Stärkung von Institutionen und zur Bekämpfung von Korruption.

Warum ist das wichtig?

  • Förderung eines Wiederaufbaufonds zeigt internationales Engagement für die Ukraine
  • Vertrauen der Investoren durch Risikoteilung und starke Institutionen stärken
  • Notwendigkeit von Reformen in der Ukraine zur Sicherstellung langfristiger Unterstützung

Wer ist betroffen?

  • Deutschland
  • Polen
  • Italien
  • Frankreich
  • Ukraine

Zahlen/Fakten?

  • 220 Millionen Euro sollen von Deutschland, Polen, Italien und Frankreich in den Wiederaufbaufonds eingezahlt werden.
  • Der Wiederaufbau der Ukraine wird auf mehrere hundert Milliarden Euro geschätzt.
  • Der Fonds soll bis Ende 2026 operativ werden.

Wie geht’s weiter?

  • Weitere private Investoren sollen gewonnen werden.
  • Reformen in der Ukraine zur Stärkung der Institutionen sind erforderlich.
  • Der Fonds soll bis Ende 2026 operativ werden.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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