Immer mehr Menschen in Deutschland leben allein

24. Juni 2026
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Immer mehr Menschen in Deutschland leben allein

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Veränderungen im Wohnverhalten Deutschlands

Wiesbaden () – Rund 17,3 Millionen Menschen in haben im Jahr 2025 allein gelebt. Das war gut jede fünfte Person (20,9 Prozent), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch nach Erstergebnissen des Mikrozensus mitteilte. Die Zahl der Alleinlebenden ist in den vergangenen 20 Jahren deutlich gestiegen – gegenüber 2005 um 22,3 Prozent. Damals lebten noch knapp 14,2 Millionen Menschen hierzulande allein. Ihr Anteil an der Bevölkerung betrug 17,3 Prozent.

Ältere Menschen leben besonders häufig allein: In der Altersgruppe 65plus wohnte 2025 gut jede dritte Person (34,4 Prozent) allein, bei den mindestens 85-Jährigen war es mehr als jede zweite (55,8 Prozent). Aber auch unter den jungen Erwachsenen zwischen 25 und 34 Jahren war der Anteil mit 28,7 Prozent überdurchschnittlich hoch. Insgesamt lebten Frauen (21,5 Prozent) etwas häufiger allein als Männer (20,4 Prozent).

Je größer der Wohnort, desto höher ist der Anteil alleinlebender Menschen an der Einwohnerschaft. In Großstädten ab 100.000 Einwohnern lebte 2025 gut ein Viertel (25,9 Prozent) der Bevölkerung allein. In mittelgroßen Gemeinden zwischen 20.000 und 100.000 Einwohnern lag ihr Anteil bei rund einem Fünftel (20,6 Prozent). In kleinen Gemeinden unter 20.000 Einwohnern wohnten mit 17,2 Prozent anteilig die wenigsten Menschen allein.

In Deutschland leben anteilig deutlich mehr Menschen allein als in den meisten anderen Staaten der Europäischen Union (EU). Im Jahr 2025 betrug der Anteil Alleinlebender an der EU-Bevölkerung 16,5 Prozent. Laut der EU-Statistikbehörde Eurostat lebten nur in den fünf nord- beziehungsweise nordosteuropäischen Staaten (31,4 Prozent), Finnland (25,8 Prozent), (24,3 Prozent) sowie Estland und (je 22,0 Prozent) im EU-Vergleich anteilig mehr Menschen allein als in Deutschland. In der Slowakei (3,0 Prozent), (8,1 Prozent) und Polen (9,2 Prozent) war der Anteil am niedrigsten.

Zwar machen Alleinlebende lediglich gut ein Fünftel der Bevölkerung hierzulande aus, Einpersonenhaushalte sind jedoch mit einem Anteil von gut zwei Fünfteln (42,1 Prozent) der häufigste Haushaltstyp in Deutschland. Der Anteil der Einpersonenhaushalte ist in den vergangenen 20 Jahren gestiegen: 2005 hatte er noch bei 36,8 Prozent gelegen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wohnungen bei Anbruch der Dunkelheit (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Rund 17,3 Millionen Menschen in Deutschland lebten 2025 allein, das sind 20,9 Prozent der Bevölkerung.
  • Anstieg der Alleinlebenden um 22,3 Prozent im Vergleich zu 2005.
  • Höchster Anteil alleinlebender Menschen bei Personen ab 65 Jahren (34,4 Prozent) und über 85 Jahren (55,8 Prozent).

Warum ist das wichtig?

  • Zunahme der Alleinlebenden zeigt gesellschaftliche Veränderungen und Bedürfnisse.
  • Hohe Anteile alleinlebender älterer Menschen erfordern besondere sozialpolitische Maßnahmen.
  • Vergleich zu anderen EU-Staaten verdeutlicht die spezifische Situation in Deutschland.

Wer ist betroffen?

  • Alleinlebende Menschen in Deutschland
  • Ältere Menschen 65+
  • junge Erwachsene zwischen 25 und 34 Jahren

Zahlen/Fakten?

  • 17,3 Millionen Menschen leben 2025 allein (20,9 Prozent der Bevölkerung)
  • Anstieg der Alleinlebenden um 22,3 Prozent seit 2005
  • 34,4 Prozent der 65-Jährigen und älteren Menschen leben allein

Wie geht’s weiter?

  • Weitere Anstiege der Zahl alleinlebender Menschen in den kommenden Jahren zu erwarten
  • Mögliche Auswirkungen auf Wohnraumsituation und soziale Infrastruktur analysieren
  • Politische und gesellschaftliche Maßnahmen zur Unterstützung alleinlebender Personen prüfen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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