Auslaufende Flüssigkeit löst Großeinsatz auf Rastplatz Röhrse an der A2 aus

20. Juni 2026
1 min Lesezeit

Auslaufende Flüssigkeit löst Großeinsatz auf Rastplatz Röhrse an der A2 aus

Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Notfalleinsatz in Lehrte wegen Chemikalienleck

Lehrte () – Auf dem Rastplatz Röhrse Süd an der A2 hat am Freitagabend ein Großeinsatz der Feuerwehr stattgefunden. Wie die Freiwillige Feuerwehr Lehrte am Samstag mitteilte, hatte ein Fahrer an seinem dort parkenden Lastwagen eine auslaufende Flüssigkeit bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert.

Die Feuerwehr Hämelerwald sowie der Gerätewagen-Messtechnik aus Höver wurden um 23:12 Uhr zu dem Vorfall gerufen.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage: Die auslaufende Flüssigkeit war deutlich zu erkennen und drohte bereits in die Kanalisation zu gelangen. Obwohl der Lkw nicht mit Warntafeln für Gefahrgut versehen war, stellte sich bei der Lageerkundung anhand der Ladepapiere heraus, dass der Lkw mit Isocyanaten in IBC-Containern beladen war.

Bei diesem Stoff handelt es sich nicht um Gefahrgut im Sinne der Transportvorschriften, sondern um einen Gefahrstoff, der Haut- und Augenreizungen hervorruft und krebserregend sein kann. Daraufhin wurde der komplette Gefahrgutzug der Region Ost zur Einsatzstelle beordert.

In einem mehrstündigen Einsatz arbeiteten die Kräfte unter Chemikalienvollschutzanzügen.

Der bereits ausgetretene Stoff wurde mit Chemikalienbinder und Sand abgedeckt, der leckgeschlagene IBC-Container mit Unterstützung eines Radladers des THW geborgen. Ein großer Teil der Rastanlage wurde von der Polizei geräumt und für die gesamte Einsatzdauer gesperrt.

Kritisch wurde es in der Nacht, als eine Gewitterfront über die Einsatzstelle zog und der Regen mit dem ausgetretenen Stoff reagierte. Durch einen Damm aus Sand konnte dies jedoch verhindert werden.

Die Einsatzstelle wurde gegen 7:00 Uhr an die Autobahnmeisterei übergeben. Der Fahrer des Lkw, der kurz mit dem Stoff in Berührung gekommen war, wurde durch den Rettungsdienst betreut, lehnte jedoch eine weitergehende Untersuchung ab.

Im Einsatz waren rund 130 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, Unterer Wasserbehörde und Polizei.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bergung des IBC Containers mit Hilfe des Radladers des THW (Archiv), Freiwillige Feuerwehr Lehrte via

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Rastplatz Röhrse Süd an der A2 wegen auslaufender Flüssigkeit aus einem Lastwagen.
  • Lkw war mit Isocyanaten beladen, die Haut- und Augenreizungen verursachen können; Gefahrgutzug wurde alarmiert.
  • Mehrstündiger Einsatz mit Chemikalienvollschutzanzügen, Eindämmung des Stoffes und Bergung des IBC-Containers.

Warum ist das wichtig?

  • Verhindert Umweltschäden durch auslaufende Chemikalien
  • Schützt die Gesundheit der Anwohner und Einsatzkräfte
  • Gewährleistet Sicherheit und schnelle Reaktion bei Gefahrstoffunfällen

Wer ist betroffen?

  • Fahrer des Lastwagens
  • Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, Unterer Wasserbehörde und Polizei
  • Personen in der Nähe der Einsatzstelle

Zahlen/Fakten?

  • 23:12 Uhr: Alarmierung der Feuerwehr Hämelerwald und Gerätewagen-Messtechnik
  • Rund 130 Einsatzkräfte beteiligt
  • Einsatzende: ca. 7:00 Uhr

Wie geht’s weiter?

  • Weitergehende Untersuchungen des Fahrers könnten in der Zukunft erfolgen.
  • Überwachung und Absicherung der Einsatzstelle sollten fortgeführt werden.
  • Nachbereitung des Einsatzes durch die beteiligten Organisationen ist geplant.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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