Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Arbeitsmarktreform und Mittelstand in Berlin
Berlin () – Die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Gitta Connemann (CDU), weist den bekannt gewordenen Arbeitsentwurf zur Arbeitszeitreform als Verstoß gegen den Koalitionsvertrag zurück und warnt vor Nachteilen für den Mittelstand.
„Der jetzt bekannt gewordene Entwurf liest sich wie ein Gegenentwurf zum Koalitionsvertrag – zulasten des Mittelstandes“, sagte Connemann der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Im Koalitionsvertrag sei eine Wochenhöchstarbeitszeit statt fester Tagesgrenzen vereinbart sowie „Vertrauensarbeitszeit statt neuer Kontrollkultur und Bürokratieabbau statt zusätzlicher Pflichten“.
„Wenn die versprochene Flexibilität am Ende nur für tarifgebundene Arbeitsverhältnisse ermöglicht wird, werden Millionen Beschäftigte und ein Großteil des Mittelstandes ausgeschlossen. Das wäre nicht nur wirtschaftlich falsch, sondern auch politisch kaum vermittelbar“, sagte Connemann noz.
Gleichzeitig drohe bei der Arbeitszeiterfassung „ein neuer Bürokratieturbo“. „Wer jede Arbeitsminute dokumentieren lassen will, zeigt vor allem eines: fehlendes Vertrauen in Beschäftigte und Betriebe.“ Die Wochenarbeitszeit müsse für alle kommen.
Nach dem am Donnerstag bekannt gewordenen Arbeitsentwurf des SPD-geführten Bundesarbeitsministeriums soll eine flexible Wochenhöchstarbeitszeit anstelle der festen Tagesgrenzen künftig ausschließlich über Tarifverträge vereinbart werden können.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Gitta Connemann und Bärbel Bas (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Gitta Connemann kritisiert den Arbeitsentwurf zur Arbeitszeitreform als Verstoß gegen den Koalitionsvertrag.
- Der Entwurf erlaubt flexible Wochenhöchstarbeitszeiten nur über Tarifverträge, was viele Beschäftigte und den Mittelstand ausschließt.
Warum ist das wichtig?
- Wichtig für die Einhaltung des Koalitionsvertrags und den Schutz der Mittelstandsinteressen
- Risiko von Nachteilen für viele Beschäftigte und Unternehmen
- Gefahr eines Anstiegs bürokratischer Anforderungen bei der Arbeitszeiterfassung
Wer ist betroffen?
- Mittelstand
- Millionen Beschäftigte
- tarifgebundene Arbeitsverhältnisse
Zahlen/Fakten?
- Wochenhöchstarbeitszeit statt fester Tagesgrenzen im Koalitionsvertrag vereinbart
- Flexible Arbeitszeit nur für tarifgebundene Arbeitsverhältnisse vorgesehen
- Gefahr neuer Bürokratie durch Arbeitszeiterfassung
Wie geht’s weiter?
- Gitta Connemann lehnt den Arbeitsentwurf zur Arbeitszeitreform ab.
- Sie warnt vor Nachteilen für den Mittelstand und fordert eine allgemeine Wochenhöchstarbeitszeit.
- Es besteht die Gefahr eines erhöhten bürokratischen Aufwands bei der Arbeitszeiterfassung.
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