KNDS plant zwei neue Produktionsstätten in Deutschland

17. Juni 2026
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KNDS plant zwei neue Produktionsstätten in Deutschland

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Neue Produktionsstätten in Deutschland

() – Der deutsch-französische Panzerkonzern KNDS plant den Aufbau von zwei zusätzlichen Produktionsstätten in . Das kündigte der Deutschlandchef des Unternehmens, Florian Hohenwarter, in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ an.

„In Deutschland werden wir nach jetziger Planung noch zwei zusätzliche Produktionsstätten aufbauen“, sagte Hohenwarter. Man spreche mit Unternehmen und schaue sich mögliche Standorte an. Berichte, wonach KNDS das Mercedes-Werk in Ludwigsfelde übernehmen werde, bestätigte er allerdings nicht.

Hohenwarter kündigte einen deutlichen Produktionshochlauf an. „Wir werden mittelfristig viermal so viele Boxer und Artillerie, dreimal so viele Leoparden und doppelt so viele Pumas herstellen“, sagte er. Durch diesen Hochlauf werde sich die Belegschaft von KNDS Deutschland bis zum Ende des Jahrzehnts verdoppeln, es würden also 4.000 bis 5.000 Mitarbeiter dazukommen. Doch selbst bei guten Bewerberzahlen – vor vier Jahren hatte man nach Hohenwarters Angaben 6.000 Bewerbungen im Jahr, vergangenes Jahr waren es 60.000 – werde das organische Wachstum nicht reichen, um den Hochlauf zu bewältigen, so der KNDS-Manager.

Ein Standort werde sich der ganzen Produktionskette vom Rohbau bis zum fertigen Fahrzeug widmen, in dem Fall mit dem Schwerpunkt Radfahrzeuge, also Boxer, sagte Hohenwarter der FAZ weiter. Der zweite Standort werde schwerpunktmäßig ein Schweißstandort sein, ähnlich wie das kürzlich vom Bahnhersteller Alstom übernommene Werk in Görlitz. Diese Werksübernahme sei für ihn beispielgebend für den Aufbau neuer Produktionsstätten. Man müsse „Industriezweige transformieren, also bestehende Ökosysteme nutzbar machen“, erklärte er.

Die Produktion von Panzern ist eine Kernkompetenz von KNDS. Auf die Frage, ob es diese Produkte überhaupt noch brauche, wo doch im -Krieg vor allem Drohnen gefragt seien, antwortete Hohenwarter, es brauche sie und er wehre sich gegen die Behauptung, hierbei handele es sich um alte Technik. Im Ukraine-Krieg zeige sich, dass Kampfpanzer, Artillerie und geschützte Radfahrzeuge „eine unverändert hohe Relevanz auf dem Gefechtsfeld“ hätten. Die Fähigkeiten des Menschen in militärischen Fahrzeugen würden auf lange Sicht weiter unerlässlich sein.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Panzer „Leopard 2“ (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • KNDS plant den Aufbau von zwei zusätzlichen Produktionsstätten in Deutschland.
  • Die Produktionskapazität soll deutlich erhöht werden, Belegschaft bis 2029 verdoppelt.
  • Ein Standort fokussiert sich auf Radfahrzeuge, der andere auf Schweißarbeiten.

Warum ist das wichtig?

  • Ausbau der Produktionskapazitäten stärkt die Verteidigungsindustrie in Deutschland
  • Schaffung von 4.000 bis 5.000 neuen Arbeitsplätzen fördert die Wirtschaft
  • Relevanz von klassischen militärischen Fahrzeugen im aktuellen Konflikt unterstreicht die Notwendigkeit der Produktionssteigerung

Wer ist betroffen?

  • Mitarbeitende von KNDS in Deutschland
  • Unternehmen, die mögliche Standorte für Produktionsstätten anbieten
  • Bevölkerung in Regionen um die neuen Produktionsstätten

Zahlen/Fakten?

  • Der Panzerkonzern KNDS plant zwei zusätzliche Produktionsstätten in Deutschland.
  • Die Belegschaft von KNDS Deutschland soll bis Ende des Jahrzehnts auf 4.000 bis 5.000 Mitarbeiter steigen.
  • Im Jahr 2022 gab es 60.000 Bewerbungen, im Jahr 2018 waren es 6.000.

Wie geht’s weiter?

  • Aufbau von zwei zusätzlichen Produktionsstätten in Deutschland
  • Verdopplung der Belegschaft bis Ende des Jahrzehnts auf 4.000 bis 5.000 Mitarbeiter
  • Fokus auf die Transformation bestehender Ökosysteme in der Produktion
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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