Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sicherheitspolitik in Sachsen-Anhalt im Fokus
Magdeburg () – Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) sieht große Online-Reichweiten für Gewaltaufrufe als Gefahr für die innere Sicherheit.
„Gewaltverherrlichende Bilder und Videos haben in sozialen Medien ein unglaubliches Verbreitungspotenzial“, sagte Zieschang der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Mittwochsausgabe). „Wir erleben in allen Bereichen des Extremismus, dass die Radikalisierungsphasen immer kürzer werden. Das nehmen wir bei Rechtsextremisten genauso wie bei Islamisten wahr.“
Als abschreckendes Beispiel nannte sie ein von Anhängern des Islamischen Staats verbreitetes Foto, welches zum Einsatz von Autos als Waffe gegen Menschen aufruft. „Wenn so etwas tausende Menschen erreicht, kann man womöglich auch einen finden, der sich zu einer Nachahmungstat motivieren lässt“, sagte Zieschang.
Als wachsendes Problem in Sachsen-Anhalt bezeichnete Zieschang rechtsextreme Gewalt. „Das sind lose strukturierte Gruppen, die sich teils nur über soziale Medien organisieren. Das macht es schwierig für die Polizei“, so die Ministerin. „Auffällig ist, dass einige Gruppen optisch Anleihe bei den Baseballschlägerjahren nehmen, zum Beispiel durch Springerstiefel mit weißen Schnürsenkeln.“
Anders als in den Jahren nach der Wiedervereinigung bekämen solche Gruppen aber heute keinen positiven Widerhall. „Es gibt keine gesellschaftspolitische Akzeptanz für Gewalt.“ Störaktionen gegen CSD-Aufzüge seien daher rückläufig.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Tamara Zieschang am 13.06.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang warnt vor Online-Reichweiten für Gewaltaufrufe.
- Sie sieht die Radikalisierung in verschiedenen Extremismusbereichen als zunehmend kritisch.
- Zieschang betont, dass rechtsextreme Gewalt in Sachsen-Anhalt ein wachsendes Problem darstellt.
Warum ist das wichtig?
- Gewaltaufrufe in sozialen Medien gefährden die innere Sicherheit.
- Radikalisierungsphasen verkürzen sich, was ein erhöhtes Risiko darstellt.
- Schwierige Ermittlungen durch lose organisierte, rechtsextreme Gruppen.
Wer ist betroffen?
- Innenministerin Tamara Zieschang
- Anhänger des Islamischen Staats
- rechtsextreme Gruppen in Sachsen-Anhalt
Zahlen/Fakten?
- Gewaltverherrlichende Inhalte haben großes Verbreitungspotenzial in sozialen Medien.
- Radikalisierungsphasen werden immer kürzer bei Extremisten.
- Rechtsextreme Gewalt wächst in Sachsen-Anhalt und wird durch soziale Medien unterstützt.
Wie geht’s weiter?
- Intensivierung der Beobachtung extremistischer Gruppen in sozialen Medien
- Förderung von Präventionsmaßnahmen gegen Radikalisierung
- Zusammenarbeit zwischen Polizei und sozialen Plattformen stärken
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