Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: KI-Ersatz von Fachkräften in München
München () – Knapp 20 Prozent der Unternehmen, die bereits Künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, halten es für leicht oder sehr leicht, Arbeitskräfte mit Fach- oder Hochschulabschluss durch weniger qualifizierte Mitarbeiter zu ersetzen, die von KI unterstützt werden. Das ergab eine Erhebung des Münchner Ifo-Instituts.
Rund 15 Prozent dieser Unternehmen gaben demnach an, dass es ebenso leicht sei, erfahrene Arbeitskräfte durch unerfahrene, aber KI-nutzende Mitarbeiter zu ersetzen. „KI verändert die Arbeitswelt und kann in manchen Bereichen auch formale Qualifikationen und Erfahrungen teilweise ersetzen“, sagte Ifo-Forscherin Anna Ruffert. Bisher setzen nach eigenen Angaben 54,5 Prozent der Unternehmen KI in ihren Geschäftsprozessen ein.
Besonders im Handel ist dieser Trend ausgeprägt, wo 28,6 Prozent der Unternehmen die Ersetzbarkeit von (Fach-)Hochschulabschlüssen durch KI als leicht oder sehr leicht einschätzen. Bei den Dienstleistern liegt dieser Wert bei 19,7 Prozent, im verarbeitenden Gewerbe bei 14,6 Prozent und im Bauhauptgewerbe bei 9,3 Prozent. Die Ergebnisse sind über alle Unternehmensgrößen hinweg nahezu identisch.
Bei der Berufserfahrung zeigt sich ein etwas schwächerer Effekt. Im Handel können 22,9 Prozent der Unternehmen Berufserfahrung leicht oder sehr leicht durch eine KI-unterstützte, unerfahrene Arbeitskraft ersetzen. Bei den Dienstleistern beträgt dieser Wert 14,5 Prozent, gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe mit 12,6 Prozent und dem Bauhauptgewerbe mit 7,7 Prozent. „Berufserfahrung ist für Unternehmen offenbar etwas schwerer durch KI zu kompensieren als formale Abschlüsse“, so Ruffert.
Hingegen schätzt immer noch mehr als die Hälfte der Unternehmen (55,4 Prozent), die KI einsetzen, es als schwer oder gar nicht möglich ein, eine Arbeitskraft mit (Fach-)Hochschulabschluss durch KI-unterstützte, weniger qualifizierte Mitarbeiter zu ersetzen. Beim Austausch einer erfahrenen durch eine KI-nutzende, unerfahrene Arbeitskraft liegt dieser Anteil sogar bei 62,7 Prozent.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | KI-Nutzung am Arbeitsplatz |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Knapp 20 Prozent der KI-nutzenden Unternehmen halten es für leicht, qualifizierte Mitarbeiter durch weniger qualifizierte, KI-unterstützte Arbeitskräfte zu ersetzen.
- 55,4 Prozent der Unternehmen sehen es als schwer oder nicht möglich, Fachkräfte durch KI-unterstützte, weniger qualifizierte Mitarbeiter zu ersetzen.
- Besonders im Handel wird die Ersetzbarkeit von hochqualifizierten Arbeitskräften durch KI als leicht oder sehr leicht eingeschätzt.
Warum ist das wichtig?
- KI verändert die Arbeitswelt und kann formale Qualifikationen ersetzen.
- 20 Prozent der Unternehmen sehen Ersetzbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern durch KI als leicht.
- Im Handel wird dies besonders ausgeprägt wahrgenommen (28,6 Prozent).
Wer ist betroffen?
- Unternehmen, die Künstliche Intelligenz einsetzen
- Arbeitskräfte mit Fach- oder Hochschulabschluss
- Erfahrene Arbeitskräfte
Zahlen/Fakten?
- Knapp 20 Prozent der Unternehmen halten es für leicht, Fachkräfte durch KI-unterstützte weniger qualifizierte Mitarbeiter zu ersetzen.
- 54,5 Prozent der Unternehmen setzen bereits KI in ihren Geschäftsprozessen ein.
- Im Handel schätzen 28,6 Prozent die Ersetzbarkeit von Hochschulabschlüssen durch KI als leicht oder sehr leicht ein.
Wie geht’s weiter?
- Weitere Forschung zur Ersetzbarkeit von Fachkräften durch KI erforderlich
- Unternehmen sollten Strategien zur Integration von KI entwickeln
- Ausbildung und Umschulung der Arbeitskräfte anpassen
- Politiker von CDU und Grünen einigen sich auf Renten-Forderungen - 18. Juni 2026
- Reichinnek droht Jugendverband mit Konsequenzen - 18. Juni 2026
- Verbraucherreport: Hubig will mehr Jugendschutz im Internet - 18. Juni 2026
