Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sportpolitik und Einreiseproblematik in den USA
Berlin () – Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Aydan Özoguz (SPD), fordert vom Präsidenten des Weltfußballverbands (Fifa), Gianni Infantino, ein Eingreifen bei den USA. Es geht um den für die Fußball-WM 2026 vorgesehenen somalischen Schiedsrichter Omar Artan, dem die Einreise verweigert wird.
Özoguz sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„, Infantino müsse jetzt dringend die Einhaltung der dort gemachten Zusagen durch die USA einfordern, statt seinen „Kuschelkurs“ fortzuführen. Die USA hätten mit ihrer Bewerbung als Gastgeberland das „Bid-Book Unity“ akzeptiert, das festlege, dass die Vereinigten Staaten Menschenrechte bezogen auf das Event vollumfänglich respektierten. Artan sei vergangenes Jahr als bester Schiedsrichter Afrikas ausgezeichnet worden. Die Einreise-Repressalien der USA beträfen nicht nur ihn, sondern auch Fans und Teams aus Iran, Senegal und Haiti. „Wir dürfen den Geist der Fußball-WM auf keinen Fall der Willkür des Austragungslandes überlassen. Bereits jetzt ist der Schaden groß“, sagte Özoguz.
Der Grünen-Außenpolitiker Boris Mijatovic bezeichnete die Einreiseverweigerung für Artan als „Blamage für den Weltfußball“. Auch er nahm die Fifa in die Verantwortung: Wenn selbst nominierte Turnierteilnehmer betroffen seien, stehe das im Widerspruch zum Anspruch eines offenen, globalen Sports. Die Fifa trage Verantwortung dafür, verlässliche und diskriminierungsfreie Teilnahmebedingungen sicherzustellen, sagte Mijatovic dem RND. Es stelle sich die Frage, inwiefern Fifa und Turnierorganisation die bekannten Risiken der US-Einwanderungspolitik bei der Vergabe und Durchführung des Turniers ausreichend berücksichtigt hätten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Aydan Özoguz (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Aydan Özoguz fordert von FIFA-Präsident Gianni Infantino ein Eingreifen bei den USA wegen Einreiseverweigerung für somalischen Schiedsrichter Omar Artan.
- Einreise-Repressalien betreffen auch Fans und Teams aus Iran, Senegal und Haiti.
- Grünen-Außenpolitiker Boris Mijatovic bezeichnet Einreiseverweigerung als Blamage für den Weltfußball.
Warum ist das wichtig?
- Einhaltung von Menschenrechten bei internationalen Sportevents ist essenziell.
- Eintrittsverweigerungen beeinträchtigen die Integrität und den Spirit der WM.
- Verantwortung von Verbänden wie der Fifa, um Diskriminierung zu verhindern.
Wer ist betroffen?
- Omar Artan (somalischer Schiedsrichter)
- Fans aus Iran
- Teams aus Senegal und Haiti
Zahlen/Fakten?
- Schiedsrichter Omar Artan wurde als bester Schiedsrichter Afrikas ausgezeichnet.
- Einreiseverweigerungen betreffen Fans und Teams aus Iran, Senegal und Haiti.
- USA haben mit ihrer Bewerbung als Gastgeberland das "Bid-Book Unity" akzeptiert, welches Menschenrechte betont.
Wie geht’s weiter?
- Forderung von Aydan Özoguz an Gianni Infantino bezüglich Einreiseverweigerung
- Einhaltung des "Bid-Book Unity" durch die USA einfordern
- Verantwortung der Fifa für diskriminierungsfreie Teilnahmebedingungen sicherstellen
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