Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Thüringen: Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Politik
Erfurt () – Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) verteidigt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in seinen Reden und Texten.
„Ich motiviere alle Mitarbeiter unserer Verwaltung, im Jahr 2026 alle modernen Instrumente für ihre Arbeit zu nutzen. Die KI ist längst Teil der modernen Kommunikation“, sagte Voigt dem „Tagesspiegel“. Nach Recherchen des Portals „Frag den Staat“ soll Voigt in mehreren seiner Ansprachen auf von KI generierte Inhalte zurückgegriffen haben, darunter womöglich bei seiner Trauerrede zum Tode des ehemaligen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel sowie bei einer Rede, die der Ministerpräsident 2025 anlässlich des Holocaust-Gedenktags hielt. Zuvor hatte die Thüringer Staatskanzlei eingeräumt, dass ein gemeinsamer Gastbeitrag von Voigt mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Sven Schulze in der „Welt“ mit KI-Versatzstücken erstellt worden war.
Natürlich würden seine Reden in der Staatskanzlei vorbereitet, sagte Voigt dazu dem „Tagesspiegel“. Wenn es wirklich einzelne Passagen gegeben habe, die auch mithilfe von KI erstellt worden seien, werde er dafür niemandem den Kopf abreißen. Grundsätzlich halte er aber sowieso fast alle seiner Reden frei. Auf die konkret in Rede stehenden Ansprachen ging er nicht ein.
Auch Voigts Stellvertreterin, Finanzministerin Katja Wolf (BSW), findet die Nutzung von KI durch die Politik nicht anstößig. „Die KI hat mittlerweile eine große Qualität, mir sehr genaue Zusammenfassungen und Analysen zu liefern, wenn ich etwas herausfinden will. Und sie kann mir auch perfekte Formulierungshilfen an die Hand geben“, sagte sie dem „Tagesspiegel“. Für selbst geschriebene und gehaltene Reden nutze sie die KI zwar nicht, versicherte Wolf. Aber ob diejenigen, die ihr zuarbeiteten, das auch nicht täten, könne sie nicht ausschließen. Auf jeden Fall könne die Technik die Verwaltungsarbeit vereinfachen und etwa Bescheide besser machen. „Wir wären verrückt, wenn wir diese Möglichkeiten nicht nutzen würden, und müssen alle einen Umgang damit finden.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Mario Voigt (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Mario Voigt verteidigt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Reden.
- Es wird berichtet, dass Voigt möglicherweise KI-inhaltliche Unterstützung in mehreren Ansprachen genutzt hat.
- Voigts Stellvertreterin befürwortet ebenfalls die Nutzung von KI in der Politik.
Warum ist das wichtig?
- Nutzung von KI fördert moderne Kommunikation in der Politik
- KI kann Verwaltungsarbeit verbessern und effizienter gestalten
- Wichtige Debatte über Einsatz und Transparenz von KI in öffentlichen Reden
Wer ist betroffen?
- Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU)
- Thüringer Staatskanzlei
- Finanzministerin Katja Wolf (BSW)
Zahlen/Fakten?
- Mario Voigt motiviert Verwaltung zur Nutzung moderner Instrumente bis 2026
- Künstliche Intelligenz in mehreren Ansprachen genutzt, inkl. Trauerrede und Holocaust-Gedenktag
- Thüringer Staatskanzlei räumt KI-Nutzung in gemeinsamer Kolumne mit Sven Schulze ein
Wie geht’s weiter?
- Förderung des KI-Einsatzes in der Verwaltung bis 2026
- Weiterhin Nutzung von KI zur Verbesserung von Reden und Verwaltungsarbeit
- Klärung der konkreten Nutzung von KI in Ansprachen bleibt aus
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