Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Pflegepolitik in Berlin: Reformbedarf und Kritik
Berlin () – Grünen-Co-Chef Felix Banaszak hat die von der Bundesregierung diskutierten Reformpläne in der Pflege scharf kritisiert. Reformen dürften nicht nur eine Chiffre für Kürzungen sein, sagte Banaszak am Montag dem TV-Sender ntv.
„Wenn Reformen mittlerweile nur noch eine Chiffre dafür sind, dass gekürzt wird, und zwar einseitig bei denen, die nicht die starken Lobbys im Rücken haben, dann wird es keine Unterstützung weder der Opposition noch der Bevölkerung geben“, warnte er. Die Grünen seien bereit, ausgewogene Reformen konstruktiv zu begleiten.
Besonders kritisch äußerte sich Banaszak zu möglichen Kürzungen bei den Rentenanwartschaften pflegender Angehöriger. Das Signal der Regierung laute: „Ihr bekommt keine Unterstützung, ihr bekommt keine Entlastung, ihr bekommt nicht einen Ausbau der Tagespflegeeinrichtungen – sondern jetzt werden euch auch noch die Rentenanwartschaften gekürzt.“ Betroffen seien vor allem Frauen, die den Großteil der Angehörigenpflege übernähmen. „Man zwingt die Menschen eigentlich dazu, die Eltern doch in die Pflegeeinrichtungen zu stecken, wo es gar keine Plätze gibt und wo die Finanzierung noch viel teurer für den Staat ist.“
Zur Finanzierung der Pflege forderte Banaszak einen Finanzausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung. „Die eine steht am Limit, die andere hat 40 Milliarden Rücklagen aufgebaut.“ Deshalb müsse Geld aus dem privaten in das gesetzliche System fließen. „Wenn man Reformen ernst meint“, sagte der Grünen-Politiker, müsse bei den Menschen ankommen: „Da geht man auch an die Privilegien ran.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Felix Banaszak kritisiert die Reformpläne der Bundesregierung in der Pflege als mögliche Kürzungen.
- Besondere Bedenken äußert er zu Kürzungen bei Rentenanwartschaften pflegender Angehöriger, insbesondere Frauen.
- Banaszak fordert einen Finanzausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung.
Warum ist das wichtig?
- Warnung vor einseitigen Kürzungen bei Reformen, die den sozial schwächeren Gruppen schaden
- Kritik an der möglichen Benachteiligung pflegender Angehöriger, insbesondere Frauen
- Forderung nach gerechterer Finanzierung zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung
Wer ist betroffen?
- pflegende Angehörige
- Frauen
- Menschen in der Pflege
Zahlen/Fakten?
- Kritische Äußerung zu möglichen Kürzungen bei den Rentenanwartschaften pflegender Angehöriger
- Betroffene sind vor allem Frauen
- Forderung nach Finanzausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung
Wie geht’s weiter?
- Ausgewogene Reformen sollen konstruktiv begleitet werden
- Finanzausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung fordern
- Privilegien im Pflegebereich ansprechen
