Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik: Verkaufsverbot für Energydrinks in Berlin
Berlin () – Die SPD-Fraktion will den Verkauf von Energydrinks an Jugendliche unter 16 Jahren verbieten. Das geht aus einem geeinten Positionspapier hervor, über das das Magazin Politico berichtet.
Die Fraktion fordert auch strengere Regeln für den Alkoholkonsum und die Abschaffung des begleiteten Trinkens. Die Bedeutung der Prävention wurde zuletzt vermehrt diskutiert. Nicht nur die Gesundheitsvorteile, sondern auch die Hoffnung auf eine langfristig entlastende Wirkung auf die Finanzen der Gesetzlichen Krankenversicherung spielen dabei eine Rolle. Ein Beispiel ist die geplante Abgabe auf zuckerhaltige Softdrinks. Die SPD geht jetzt einen Schritt weiter.
Die Fraktion will „einen verbindlichen, bußgeldbewehrten Abgabe- und Verkaufsstopp für Energydrinks und vergleichbare Produkte an unter 16-Jährige sowie Einschränkungen jugendorientierter Werbung, insbesondere in sozialen Medien“, heißt es im Entwurf. „Energydrinks enthalten sehr hohe Koffeinmengen, häufig kombiniert mit Zucker und weiteren Stimulanzien, und stehen im Zusammenhang mit gesundheitlichen Belastungen bei jungen Menschen“, schreiben die Sozialdemokraten weiter. Die Forderungen basierten auf den Empfehlungen der Verbraucherschutzministerkonferenz und des Bürgerrates Ernährung im Wandel.
Im Positionspapier listen die Sozialdemokraten insgesamt sieben Präventionsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche auf. Darunter auch die Forderung nach einem entschlossenen Vorgehen gegen „neue Nikotinprodukte mit jugendaffinem Design“ und härteren Regeln beim Konsum von Alkohol. „Alkohol soll ausnahmslos frühestens erst ab 16 Jahren erlaubt sein“, steht im Papier. Die SPD begrüße die geplante Abschaffung des sogenannten begleiteten Trinkens und wolle den Verkauf womöglich stärker einschränken. „Einer Abgabe auch von Sekt, Wein und Bier nur an Volljährige stehen wir offen gegenüber.“ Die Gefahr, die von Alkohol ausgeht, werde immer noch „zu sehr unterschätzt“.
Das Papier entstand zwischen der Arbeitsgruppe Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, der Arbeitsgruppe Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Arbeitsgruppe Gesundheit. Der Entwurf ist auf den 3. Juni datiert.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Energydrinks im Supermarktregal (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- SPD-Fraktion will Verkauf von Energydrinks an Jugendliche unter 16 Jahren verbieten.
- Forderungen umfassen strengere Regeln für Alkoholkonsum und Abschaffung des begleiteten Trinkens.
- Insgesamt sieben Präventionsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche im Positionspapier aufgeführt.
Warum ist das wichtig?
- Schutz von Jugendlichen vor gesundheitlichen Risiken durch hohe Koffeinmengen in Energydrinks
- Prävention von Alkoholmissbrauch und Förderung gesunder Lebensweise
- Langfristige Entlastung der gesetzlichen Krankenversicherung durch reduzierte Gesundheitsrisiken
Wer ist betroffen?
- Jugendliche unter 16 Jahren
- Junge Menschen
- Verbraucher und Eltern
Zahlen/Fakten?
- Verkauf von Energydrinks an Jugendliche unter 16 Jahren soll verboten werden
- Insgesamt sieben Präventionsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche aufgelistet
- Alkohol soll frühestens ab 16 Jahren erlaubt sein
Wie geht’s weiter?
- SPD-Fraktion will Verkaufsverbot für Energydrinks an unter 16-Jährige.
- Strengere Regeln für Alkoholkonsum und Einschränkungen bei Werbung geplant.
- Abgabe von Sekt, Wein und Bier nur an Volljährige soll diskutiert werden.
- Flugsicherung registriert Verdopplung der Drohnenangriffe - 5. Juni 2026
- 11-Jähriger in Duisburg mit Messer bedroht - 5. Juni 2026
- Verkehrsunfall in Mariendorf nach medizinischem Notfall - 5. Juni 2026
