Rheinland-Pfalz - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gewaltverbrechen im Kreis Ahrweiler
Adenau () – Eine vermisste 29-jährige Frau aus dem Kreis Ahrweiler ist einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Das hat die Staatsanwaltschaft Koblenz am Montag mitgeteilt.
Die Leiche der Deutschen wurde in der Nacht zum Samstag in ihrem Pkw in der Verbandsgemeinde Adenau gefunden und wies Stich- und Schnittverletzungen auf. Eine Obduktion zur Klärung der genauen Todesursache ist angeordnet worden.
Die Angehörigen hatten die Frau als vermisst gemeldet, nachdem sie am 28. Mai von ihrem geplanten Tagesablauf abgewichen war und auf Kontaktversuche nicht reagierte.
Der dringend tatverdächtige, von ihr getrennt lebende Ehemann, ein 43-jähriger tunesischer Staatsangehöriger, erschien am 29. Mai auf einer Polizeidienststelle in Nordrhein-Westfalen. Zu diesem Zeitpunkt war die Leiche noch nicht entdeckt worden.
Aufgrund bestehender Verdachtsmomente und erkennbarer Blutspuren an seinen Händen wurde er vorläufig festgenommen.
Das Amtsgericht Koblenz hat am 30. Mai auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachts des Totschlags und wegen Fluchtgefahr erlassen. Eine Untersuchung der Blutspuren an seinen Händen ergab, dass es sich um das Blut der Getöteten handelt.
Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder im Alter von vier und sieben Jahren, die sich in der Obhut von Angehörigen befinden. Die Ermittlungen zum genauen Tatablauf und Motiv dauern an.
Im Rahmen der Motivlage könnte die Trennung der Getöteten von dem Tatverdächtigen, gegen den in der Vergangenheit bereits eine Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz ergangen war, eine Rolle gespielt haben. Geprüft wird auch, ob die Tat als Mord zu qualifizieren ist.
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