OpenAI-Chef Altman traf Bundesregierung fünfmal

27. Mai 2026
1 min Lesezeit

OpenAI-Chef Altman traf Bundesregierung fünfmal

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Digitalisierungspolitik in Berlin und Big Tech

() – OpenAI-Chef Sam Altman ist im vergangenen Jahr fünfmal mit Vertretern der Bundesregierung zusammengekommen. Das zeigt die Antwort des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung auf eine Kleine Anfrage von Grünen-Politikern im Bundestag, über die das Nachrichtenportal T-Online berichtet.

Die Vernetzung wurde demnach zügig nach der Vereidigung der neuen Bundesregierung am 6. Mai 2025 aufgenommen. Am 25. Juni besuchte Altman laut Antwort auf die Anfrage erstmals Digitalminister Karsten Wildberger (CDU). Am 24. September traf Altman Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Am Tag darauf sprach er noch einmal bei Wildberger vor und kam am selben Tag in einem separaten Treffen mit Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) zusammen. Am 22. Oktober traf er erneut Digitalminister Wildberger.

Mit dem CEO des Chipkonzerns Nvidia traf sich die Bundesregierung hingegen zweimal – einmal vertreten von Kanzler Merz, einmal von Digitalminister Wildberger. Mit dem Apple-CEO traf sich Merz einmal. Andere Treffen mit Konzernchefs gab es laut Antwort auf die Anfrage nicht. Die Grünen fragten auch nach den Anlässen für die Treffen. Die Antworten sind hier allerdings vage gehalten: Beim Termin mit Merz ist „Gespräch auf Anfrage des Unternehmens“ vermerkt, beim Treffen mit Klingbeil „Allgemeiner Austausch“, bei den Gesprächen mit Wildberger wahlweise „Allgemeiner Austausch“ oder „Austausch zu digitalpolitischen Themen“. Auch auf Anfrage von T-Online teilten Bundeskanzleramt und Digitalministerium mit, dass man grundsätzlich keine Auskunft zu Inhalten solcher Gespräche gebe.

Im September allerdings – am selben Tag wie Altmans Treffen mit Kanzler Merz – verkündeten OpenAI und das deutsche Software-Unternehmen SAP eine gemeinsame Kooperation mit dem Titel „OpenAI for Germany“ – zur Anwendung in der deutschen Verwaltung. Wildberger begrüßte die Kooperation am selben Tag als „gutes Signal“.

„Für Gespräche mit Big Tech findet Schwarz-Rot offenbar viel Zeit“, sagte Grünen-Digitalpolitikerin Rebecca Lenhard T-Online. „Dabei müsste der eigentliche Fokus darauf liegen, digitale Abhängigkeiten von genau diesen Unternehmen abzubauen.“ Zwar könne ein Treffen mit einem CEO wie Altman sinnvoll sein, so Lenhard. Doch die Antwort der Bundesregierung zeige nicht, dass andere CEOs der abgefragten außereuropäischen Tech-Konzerne einen vergleichbaren Zugang zur Regierung hatten. „Genau das ist erklärungsbedürftig“, so Lenhard. Minister Wildberger müsse offenlegen, warum es so häufige Treffen mit OpenAI gab, forderte sie.

Seit Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump in den USA ist die sogenannte digitale Souveränität eines der vorrangigen Ziele der Bundesregierung im digitalen Sektor. Sie soll weitere Abhängigkeiten von außereuropäischen Tech-Konzernen vermeiden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeskanzleramt (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • OpenAI-Chef Sam Altman traf sich fünfmal mit Regierungsvertretern in Deutschland.
  • Erste Treffen fanden nach der Vereidigung der neuen Bundesregierung am 6. Mai 2025 statt.
  • Altman und die Bundesregierung kündigten eine Kooperation mit SAP an.

Warum ist das wichtig?

  • Häufige Treffen zwischen OpenAI-Chef und Bundesregierung zeigen Bedeutung der digitalen Souveränität.
  • Zusammenarbeit mit OpenAI könnte Auswirkungen auf digitale Strategie in Deutschland haben.
  • Mangelnde Transparenz bezüglich der Inhalte der Gespräche wirft Fragen zur Einflussnahme von großen Tech-Unternehmen auf die Politik auf.

Wer ist betroffen?

  • Sam Altman, CEO von OpenAI
  • Digitalminister Karsten Wildberger (CDU)
  • Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)

Zahlen/Fakten?

  • Sam Altman traf sich im letzten Jahr fünfmal mit der Bundesregierung.
  • Erstes Treffen am 25. Juni 2025, letztes am 22. Oktober 2025.
  • Bundesregierung hatte zwei Treffen mit dem Nvidia-CEO und eins mit dem Apple-CEO.

Wie geht’s weiter?

  • Weitere Gespräche mit OpenAI und anderen Tech-Unternehmen anstreben
  • Klarheit über Inhalte und Anlässe der bisherigen Treffen schaffen
  • Fokussierung auf digitale Souveränität und Reduzierung von Abhängigkeiten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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