Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitskrise im Osten der DR Kongo
New York () – Die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) hat davor gewarnt, dass der Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) ohne sofortiges internationales Handeln zum tödlichsten Ausbruch aller Zeiten werden könnte.
Der Ausbruch breite sich schneller aus als die Reaktionsmaßnahmen, teilte die auf Anregung von Albert Einstein gegründete Organisation am Dienstag mit. Anhaltende Konflikte und Vertreibung beschleunigten das Risiko einer regionalen Ausbreitung. Drastische globale Hilfskürzungen hätten zudem die Gesundheitssysteme und die Ausbruchsvorsorge im Osten der Demokratischen Republik Kongo geschwächt.
„Die Warnsignale stehen auf Rot“, sagte Bob Kitchen, Vizepräsident für Notfalleinsätze bei IRC. „Der Osten der DRK bewältigt diesen Ausbruch in einem fragilen Zustand – mit weniger Ressourcen als während des Ausbruchs 2018-2020, der über 2.000 Menschen das Leben kostete. Zunehmende Gewalt und Hilfskürzungen haben die Schutzmaßnahmen zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt demontiert. Die Lehre aus jedem früheren Ausbruch ist eindeutig: Verzögerungen kosten Leben“, so Kitchen. „Die Risiken wachsen, die Ressourcen schwinden – das ist die brutale Rechnung, mit der die globale Hilfe heute konfrontiert ist.“
Die Hilfsorganisation fordert mehrere Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs. Laut IRC sollte ein UN-Koordinator durch das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ernannt werden, um die regionale Reaktion der Gesundheitsbehörde Africa CDC auf den Ausbruch zu unterstützen. Die Hindernisse für eine wirksame Hilfsreaktion müssten beseitigt werden: Einfuhrbeschränkungen für Schutzausrüstung müssten sofort aufgehoben, die Akkreditierung von spezialisierten NGOs beschleunigt und humanitärer Zugang sowie Lieferung kritischer medizinischer Ausrüstung sichergestellt werden, fordert das IRC.
Die Hilfsmittel für Gesundheitsversorgung, für die Überwachung des Virus und für Behandlungszentren müssten sofort aufgestockt werden. Frauen und Mädchen müssten in den Mittelpunkt der Reaktion gestellt werden, denn sie machen derzeit zwei Drittel der Verdachtsfälle aus. Außerdem fordert die Hilfsorganisation langfristige Investitionen in das Gesundheitssystem der DRK, um künftige Ausbrüche frühzeitig zu erkennen und zu stoppen. Der aktuelle Ausbruch könne noch eingedämmt werden – aber nur, wenn Regierungen, Geberinstitutionen, UN-Organisationen und humanitäre Hilfsorganisationen dringend gemeinsam mit der Africa CDC handeln, um Ersthelfer und betroffene Gemeinden zu unterstützen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ebola-Hinweisplakat (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Ebola-Ausbruch im Osten der DR Kongo könnte ohne sofortige internationale Maßnahmen tödlich werden.
- Konflikte und Hilfskürzungen gefährden die Reaktion auf den Ausbruch.
- IRC fordert dringende Maßnahmen zur Eindämmung und langfristige Investitionen in das Gesundheitssystem.
Warum ist das wichtig?
- Ebola-Ausbruch könnte zum tödlichsten aller Zeiten werden ohne schnelles Handeln.
- Anhaltende Konflikte und Ressourcenmangel erhöhen das Risiko einer regionalen Ausbreitung.
- Dringende internationale Kooperation und Unterstützung sind notwendig, um Leben zu retten.
Wer ist betroffen?
- Bewohner des Ostens der Demokratischen Republik Kongo
- Frauen und Mädchen (machen zwei Drittel der Verdachtsfälle aus)
- Regierungen, Geberinstitutionen, UN-Organisationen und humanitäre Hilfsorganisationen
Zahlen/Fakten?
- 2.000 Menschen starben während des Ebola-Ausbruchs 2018-2020 in der DRK.
- Frauen und Mädchen machen zwei Drittel der aktuellen Verdachtsfälle aus.
- Drastische globale Hilfskürzungen schwächen die Gesundheitssysteme in der DRK.
Wie geht’s weiter?
- UN-Koordinator durch OCHA und WHO ernennen
- Einfuhrbeschränkungen für Schutzausrüstung aufheben
- Langfristige Investitionen in das Gesundheitssystem der DRK erforderlich
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