Dröge fordert Abschied von Microsoft in Behörden

20. Mai 2026
1 min Lesezeit

Dröge fordert Abschied von Microsoft in Behörden

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Digitalisierung und Souveränität in Berlin

() – Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge fordert, dass Behörden nur noch digitale Dienste nutzen sollen, die nicht der Kontrolle oder dem Zugriff nicht-europäischer Regierungen unterliegen. Das schreibt sie in einem Positionspapier, aus dem der „Tagesspiegel“ berichtet.

Dabei gehe es ihr in erster Linie um digitale Souveränität, aber auch um die Stärkung des europäischen Marktes. „Wenn diese Infrastruktur von außereuropäischen Anbietern kontrolliert wird, wird Abhängigkeit zur demokratischen Schwachstelle“, schreibt sie. Sie verweist auf das Beispiel des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofs, der im Mai 2025 den Zugriff auf seine E-Mail-Konten verlor, nachdem die US-Regierung Sanktionen gegen ihn verhängt hatte und Microsoft den Zugang sperrte.

Gleichzeitig ließe sich durch den Umstieg auf Open-Source-Lösungen, wie er aktuell in praktiziert wird, viel Geld sparen. Die Bundesverwaltung gab 2025 481,4 Millionen Euro für Microsoft-Lizenzen aus. Im Vergleich zu 2023 habe sich dieser Wert beinahe verdoppelt.

Ihren Weggang von der Plattform X/Twitter verteidigt Dröge. Demokraten dürften diese „durch ihre Präsenz nicht länger legitimieren“. Sie mahnt aber an, es brauche strategische Förderung europäischer Alternativen. Die Plattform Tiktok hält sie aktuell indes für unverzichtbar: „Wer mit jungen Menschen kommunizieren will, ist aktuell auf Tiktok angewiesen. Diese Räume können Demokraten tatsächlich nicht allein den Rechtsextremen überlassen“, schreibt sie.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Microsoft-Filiale (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge fordert Nutzung digitaler Dienste, die nicht unter Kontrolle nicht-europäischer Regierungen stehen.
  • Dröge weist auf Abhängigkeiten hin und kritisiert den Zugangverlust aufgrund von US-Sanktionen.
  • Sie plädiert für den Umstieg auf Open-Source-Lösungen zur Kostenreduzierung und unterstützt die Nutzung von TikTok für die Kommunikation mit jungen Menschen.

Warum ist das wichtig?

  • Digitale Souveränität stärken und Abhängigkeiten reduzieren.
  • Kosteneinsparungen durch Open-Source-Lösungen fördern.
  • Strategische Förderung europäischer Alternativen notwendig.

Wer ist betroffen?

  • Behörden der EU
  • Nutzer von digitalen Diensten
  • Europäische Anbieter in der digitalen Infrastruktur

Zahlen/Fakten?

  • 2025: 481,4 Millionen Euro für Microsoft-Lizenzen
  • Vergleich zu 2023: Wert hat sich beinahe verdoppelt
  • Beispiel: Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs verlor 2025 E-Mail-Zugriff nach US-Sanktionen

Wie geht’s weiter?

  • Behörden sollen nur noch digitale Dienste verwenden, die nicht unter Kontrolle nicht-europäischer Regierungen stehen.
  • Umstieg auf Open-Source-Lösungen zur Kostensenkung wird empfohlen.
  • Strategische Förderung europäischer Alternativen zu bestehenden Plattformen ist notwendig.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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