Studie: Studenten nutzen KI mit gemischten Gefühlen

19. Mai 2026
1 min Lesezeit

Studie: Studenten nutzen KI mit gemischten Gefühlen

Hessen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: KI-Nutzung unter deutschen Studierenden

Frankfurt () – Die Mehrheit der Studenten in setzt beim akademischen Schreiben Künstliche Intelligenz (KI) ein, hat aber zugleich Bedenken wegen möglicher Kompetenzverluste. Das hat eine deutschlandweite Studie des Schreibzentrums der Goethe-Universität Frankfurt ergeben, wie die Hochschule am Dienstag mitteilte.

Befragt wurden 4.048 Studierende.

Demnach nutzen 89 Prozent der Befragten KI-Tools wie ChatGPT oder Deepl, vor allem für den thematischen Einstieg, zur Ideenfindung und zur sprachlichen Überarbeitung. Gleichzeitig fürchten 45,5 Prozent, kritisches Denken zu verlernen, und etwas mehr als die Hälfte hat das Gefühl, durch die Nutzung weniger selbst geleistet zu haben.

Rund 92 Prozent fühlen sich dennoch für ihre Texte verantwortlich, und 78 Prozent empfinden Schreiben als sinnvoll für die Gedankenentwicklung.

Die Studie zeigt jedoch eine Diskrepanz zwischen Einstellung und Verhalten: 72 Prozent der Studierenden lassen sich demnach dazu verleiten, KI auch für Aufgaben komplett zu übernehmen, etwa beim Lesen. Gründe seien Zeit- und Notendruck sowie Schreibschwierigkeiten.

Die Studienautorin Nora Hoffmann warnte, dass viele Studierende noch ein Gespür für den Wert des Schreibens ohne KI hätten, dies sich aber ändern könne. Sie empfiehlt den Hochschulen, fachspezifische Regeln zum KI-Einsatz zu entwickeln und die Vermittlung von Schreib- und Lesekompetenzen zu stärken.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Studenten in einer Bibliothek (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • 89 Prozent der Studenten in Deutschland nutzen KI-Tools wie ChatGPT oder Deepl für akademisches Schreiben.
  • 45,5 Prozent der Befragten befürchten, kritisches Denken zu verlieren.
  • 72 Prozent lassen sich dazu verleiten, KI Aufgaben komplett übernehmen zu lassen.

Warum ist das wichtig?

  • Hohe Nutzung von KI-Tools unter Studierenden für akademisches Schreiben
  • Bedenken bezüglich Kompetenzverlust und kritischem Denken
  • Notwendigkeit zur Entwicklung fachspezifischer Regeln und Förderung von Schreibkompetenzen

Wer ist betroffen?

  • Studenten in Deutschland
  • 4.048 befragte Studierende
  • Hochschulen

Zahlen/Fakten?

  • 89 Prozent der Befragten nutzen KI-Tools wie ChatGPT oder Deepl
  • 45,5 Prozent fürchten, kritisches Denken zu verlernen
  • 72 Prozent lassen KI Aufgaben komplett übernehmen

Wie geht’s weiter?

  • Entwicklung fachspezifischer Regeln zum KI-Einsatz
  • Stärkung der Vermittlung von Schreib- und Lesekompetenzen
  • Bewusstsein für den Wert des Schreibens ohne KI fördern
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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