Jugendkriminalität in Niedersachsen nach Pandemie verändert

19. Mai 2026
1 min Lesezeit

Jugendkriminalität in Niedersachsen nach Pandemie verändert

Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Jugendkriminalität in Niedersachsen unter Wandel

() – Die Kinder- und Jugendkriminalität in hat sich nach der Corona-Pandemie spürbar verändert. Das hat das Forschungsprojekt „Jugendkriminalität in Niedersachsen“ (JUKRIN) des Landeskriminalamts (LKA) Niedersachsen ergeben, das zentrale Ursachen und Entwicklungen umfassend analysiert hat.

Die Zahl der tatverdächtigen Minderjährigen stieg von rund 29.000 im Jahr 2022 auf rund 32.000 im Jahr 2023, ging aber 2024 auf 31.444 und 2025 auf 29.918 leicht zurück, teilte das LKA mit.

Innenministerin Daniela Behrens erklärte, das Projekt JUKRIN liefere wichtige Hinweise für sicherheitsstrategische Entscheidungen. Ziel sei es, risikorelevante Entwicklungen für Jugendliche frühzeitig zu erkennen. „Wichtig ist, dass auf individueller Ebene konsequent eingegriffen wird, bevor sich delinquentes Verhalten verfestigt und kriminelle Lebensläufe entstehen“, sagte Behrens.

Dazu brauche es ein wirksames Zusammenspiel aus präventiver Polizeiarbeit, früher Intervention und der Stärkung der Familie.

Die Untersuchung zeigt, dass Kinder und Jugendliche aus strukturell benachteiligten Landkreisen häufiger polizeilich als Tatverdächtige registriert werden. Als Risikofaktoren nennt die Studie unter anderem sozioökonomische Benachteiligung, fehlende Freizeitangebote und ein instabiles soziales Umfeld.

LKA-Präsident Thorsten Massinger betonte, Jugendkriminalität dürfe nicht isoliert betrachtet werden. „Es braucht eine Kombination aus präventiven Maßnahmen und konsequenter Strafverfolgung“, sagte er. Das gelinge nur gemeinsam mit Kommunen, Schulen, Eltern und der Jugendhilfe.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Polizeiauto (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Anstieg der tatverdächtigen Minderjährigen in Niedersachsen von 29.000 (2022) auf 32.000 (2023), Rückgang in den folgenden Jahren.
  • Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Landkreisen werden häufiger als Tatverdächtige registriert.
  • Risikofaktoren sind sozioökonomische Benachteiligung, fehlende Freizeitangebote und instabiles soziales Umfeld.

Warum ist das wichtig?

  • Steigende Zahl tatverdächtiger Minderjähriger erfordert frühzeitige Intervention
  • Präventive Maßnahmen und Zusammenarbeit mit sozialen Institutionen sind entscheidend
  • Risiken aus sozialer Benachteiligung müssen ernst genommen werden

Wer ist betroffen?

  • Minderjährige Tatverdächtige
  • Kinder und Jugendliche aus strukturell benachteiligten Landkreisen
  • Familien und soziale Umgebung

Zahlen/Fakten?

  • Zahl der tatverdächtigen Minderjähriger: 29.000 (2022), 32.000 (2023), 31.444 (2024), 29.918 (2025)
  • Risiken: sozioökonomische Benachteiligung, fehlende Freizeitangebote, instabiles soziales Umfeld
  • Ziel des Projekts JUKRIN: Risiken frühzeitig erkennen und präventiv handeln

Wie geht’s weiter?

  • Frühzeitige Erkennung risikorelevanter Entwicklungen für Jugendliche
  • Kombination aus präventiven Maßnahmen und konsequenter Strafverfolgung
  • Stärkung der Familien und Verbesserung der sozialen Infrastruktur
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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