Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Warnstreiks bei Telekom und Postbank
Berlin () – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Warnstreiks bei der Deutschen Telekom von Dienstag bis Donnerstag bundesweit ausgeweitet – auch in den Verhandlungen mit der Postbank soll der Druck erhöht werden.
Ziel sei es, den Forderungen in der laufenden Tarifrunde Nachdruck zu verleihen, teilte Verdi am Montag mit. An acht Orten, darunter Hannover, Frankfurt und Berlin, sind Kundgebungen und Aktionen im Arbeitskampf mit der Telekom geplant. Bereits in den vergangenen Wochen beteiligten sich mehr als 32.000 Beschäftigte an den Streiks.
Verdi fordert eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Zudem soll ein Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich eingeführt werden. Auch die Ausbildungsvergütungen und die Entgelte der dual Studierenden sollen um 120 Euro monatlich erhöht werden. Für diese fordert Verdi einen zusätzlichen Mitgliederbonus von 240 Euro jährlich.
Die vierte Verhandlungsrunde zwischen Verdi und der Deutschen Telekom ist für den 26. und 27. Mai angesetzt. Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht aus 20 tarifgebundenen Unternehmen, die jeweils eigene Tarifverträge haben. Ein Großteil dieser Verträge läuft bis zum 31. März 2026.
Auch in der Tarifrunde für die rund 9.000 Postbank-Mitarbeiter im Deutsche-Bank-Konzern hat es bislang keine Einigung gegeben. Die Arbeitgeberseite legte laut Verdi ein Angebot vor, das Gehaltserhöhungen von 2,4 Prozent ab Juli 2026 und weitere 2,3 Prozent nach einem Jahr vorsieht. Laut der Dienstleistungsgewerkschaft reicht das nicht aus, um die Verhandlungen abzuschließen.
Jan Duscheck, Verhandlungsführer von Verdi, kritisierte, dass die Postbank-Mitarbeiter Reallohneinbußen hinnehmen sollen, obwohl die Bank Rekordgewinne erzielt. Er betonte, dass die wirtschaftlichen Spielräume für einen guten Tarifabschluss vorhanden seien und genutzt werden müssten. In den letzten Wochen hatten zahlreiche Mitarbeiter bundesweit gestreikt, um ihre Forderungen zu unterstreichen. Die Gewerkschaft kündigte jetzt an, die Warnstreiks in den kommenden Wochen auszuweiten.
Verdi fordert eine Gehaltserhöhung von acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, sowie 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung. Neben der Entgeltfrage stehen auch die Sicherung von Beschäftigung und Standorten sowie Perspektiven für die Mitarbeiter im Zuge der Integration der Postbank in den Deutsche-Bank-Konzern im Fokus. Die Verhandlungen werden am 15. Juni 2026 in Frankfurt fortgesetzt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Streik-Hinweis an einer Postbank-Filiale (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Verdi weitet Warnstreiks bei der Deutschen Telekom bundesweit aus.
- Gehaltserhöhungen und Ausbildungsvergütungen werden gefordert; anhaltende Verhandlungen mit der Postbank ohne Einigung.
Warum ist das wichtig?
- Erhöhung des Drucks auf Arbeitgeber durch bundesweite Warnstreiks.
- Forderung nach höheren Gehältern und besseren Arbeitsbedingungen für Beschäftigte.
- Sicherung von Arbeitsplätzen und Zukunftsperspektiven in der Branche.
Wer ist betroffen?
- Beschäftigte der Deutschen Telekom
- Mitarbeiter der Postbank
- Auszubildende und dual Studierende bei der Postbank
Zahlen/Fakten?
- Verdi fordert eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
- Bisher haben mehr als 32.000 Beschäftigte an Streiks teilgenommen.
- Verdi fordert eine Gehaltserhöhung von acht Prozent, mindestens 300 Euro monatlich.
Wie geht’s weiter?
- Fortsetzung der Warnstreiks in den kommenden Wochen
- Weitere Aktionen und Kundgebungen an mehreren Orten geplant
- Verhandlungen am 15. Juni 2026 in Frankfurt fortgesetzt
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